(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 15.September 2019)

Bad Soden (fs) – Die SG Bad Soden ist in der Fußball-Verbandsliga weiter auf dem Vormarsch: Gegen den zuvor ebenfalls dreimal siegreichen CSC 03 Kassel setzten sich die Sprudelkicker vor heimischem Publikum mit 3:0 (2:0) durch und haben nur noch vier Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze – für die 03er ist das Ziel Meisterschaft hingegen durch die vierte Saisonniederlage erst einmal in weite Ferne gerückt.

 „Wir waren super effektiv und haben super diszipliniert gespielt. Wir haben heute wirklich super verteidigt, das war einfach eine klasse Leistung“, strahlt Bad Sodens Sportlicher Leiter Wladimir Römmich über den fünften Heimsieg im fünften Spiel. CSC-Coach Lothar Alexi hingegen ist bedient: „Wir waren zwar optisch überlegen, aber für Spielanteile gibt es eben keine Punkte. Von der Zielsetzung Meisterschaft sind wir jetzt natürlich Lichtjahre entfernt.“ Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze jetzt schon – vor allem die fehlende Durchschlagskraft vor dem Tor brach der Alexi-Elf letztlich das Genick: Weder Luca Trump, der aus der Distanz nur die Latte traf (25.), noch Brian Mitchell per Kopf (20.) oder Daniel Beyer (42.) brachten den Ball jedoch im Kasten unter.

Ganz anders die Sprudelkicker: Daniele Fiorentino brach schon nach zwei Minuten rechts durch, gewann das Laufduell und spielte den Ball scharf nach innen, wo Khaibar Amani den Ball nur noch über die Linie drücken musste (3.) – 1:0 für die Gastgeber. Danach waren die Gäste zwar optisch überlegen, bis auf die drei genannten Chancen hielt die Defensive der Sprudelkicker den Laden aber dicht und ließ so gut wie nichts zu. Und vorne ist Fiorentino aktuell in bestechender Form: Nach einem Zuspiel von Kevin Paulowitsch hob der Ex-Offenbacher den Ball sehenswert über Kassels Keeper Lukas Rudolpha in den Winkel (36.) – 2:0.

Nach dem Seitenwechsel standen die Kurstädter nun tiefer und überließen Kassel endgültig den Ball, das jedoch auch nach einer Systemumstellung von Alexi, der mit Jaroslaw Matys und Enis Salkovic schnelle Leute brachte, kaum einmal zum Abschluss kam. Viel mehr als einen Freistoß von Maximilian Werner, den SG-Keeper Abdul Samed Ersöz gut parierte, hatte der CSC jedoch nicht. Dazu gab es nach einem Foul an Roy Keßebohm Diskussionen, ob der Ex-Lohfeldener im oder außerhalb des Strafraums gefoult wurde – am Ende gab es Freistoß aus 16,5 Metern, der allerdings kläglich vergeben wurde. Auf der Gegenseite hätte Fiorentino nach einem Konter schon auf 3:0 stellen können, scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins an Rudolph. Kurz vor Schluss machte es der Ex-Zweitligaprofi dann besser: Fiorentino war links frei durch, spielte den Ball aber quer auf den mitgelaufenen Jaron Krapf, der locker zur Entscheidung einschob (87.). „Die Entwicklung in den letzten Spielen stimmt einfach: Das war ein hart umkämpftes Spiel, aber wir haben bei eigenem Ballbesitz es auch geschafft, unser Spiel durchzuziehen, haben die Zweikämpfe angenommen und gut dagegengehalten“, lobt Römmich sein Team. Kassels Coach Lothar Alexi wiederum ärgert sich über die vergebene Chance, den Rückstand auf die Spitze zu verkürzen: „Die weite Fahrt hierher hat sich vorne und hinten nicht gelohnt. Wir müssen uns jetzt erst mal sondieren und einen Spielrhythmus finden, mit dem wir auch mal Tore erzielen. Wir brauchen einfach viel zu viele Chancen für ein Tor. Das ist die alte Leier von viel Aufwand und wenig Ertrag.“

Bad Soden: Ersöz; Vlk, C. Neiter, T. Paulowitsch, Kymlicka – Saletnik, Pospischil – Demuth (73. Krapf), Amani (65. Moaremoglu), K. Paulowitsch – Fiorentino.

CSC Kassel: Rudolph; Trump, Iksal, Keßebohm (83. Bode), Beyer (65. Matys) – Simoneit, Reuter, Murawski, Schmidt (65. Salkovic) – Werner, Mitchell.

Schiedsrichter: Karsten Pfeiffer (Nieder-Wöllstadt)

Tore: 1:0 Khaibar Amani (3.), 2:0 Daniele Fiorentino (36.), 3:0 Jaron Krapf (87.)

Zuschauer: 100.

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