(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 03.Oktober 2017)

Schwalmstadt (fs) – Auswärts kann die SG Bad Soden in der Fußball-Verbandsliga aktuell einfach nicht gewinnen: Auch beim zuhause bis dato noch sieglosen 1. FC Schwalmstadt mussten sich die Sprudelkicker geschlagen geben und verloren mit 1:3 (0:0) – es war bereits die fünfte Auswärtspleite in Folge. Damit ist das Team von Trainer Kelvin King auf einen Abstiegsplatz abgerutscht – und der 45-Jährige entsprechend bedient.

„Ich bin sprachlos“, sagt King, dessen Elf einmal mehr eigene Fehler und Unzulänglichkeiten in der Defensive zum Verhängnis wurden. Nach einer guten ersten Halbzeit, in der die Sprudelkicker das Spiel dominierten und wenig zuließen, während Marco Di Maria, Daniele Fiorentino und Lukas Ehlert beste Chancen ausließen, legten die Kurstädter den Schwälmern innerhalb von 25 Minuten drei Tore mehr oder weniger auf. „Ich habe noch davor gewarnt, dass sich Schwalmstadt nur hinten reinstellt und auf Konter lauern. Dann wird gleich der erste Querschläger eiskalt ausgenutzt“, hadert King. Leon Lindenthal kam an den Ball, ging an Sodens Keeper Niklas Mücke – der für den angeschlagenen Daniel Soldevilla im Kasten stand – vorbei und legte auf FCS-Kapitän Patrick Herpe ab, der nur noch einschieben musste (47.).

Mit einem sehenswerten Freistoß aus 20 Metern, den er direkt in den Winkel zirkelte, stellte Lukas Ehlert kurz darauf auf 1:1 (55.). Es dauerte jedoch keine fünf Minuten, da war der Ausgleich schon wieder Makulatur: Der eingewechselte Jaron Krapf ließ seinen Gegenspieler beim Freistoß stehen, Mehmed Omerovic scheiterte erst noch an Mücke, Lindenthal durfte abstauben (59.). Nochmals zehn Minuten später dann das 3:1 für den FCS: Christoph Neiter wollte einen Freistoß auf Innenverteidigerpartner Kevin Demuth spielen, traf den Ball jedoch nicht richtig, Lindenthal spritzte dazwischen, lief allein aufs Tor zu und schob locker ein (69.). „Das war fast ein Eigentor. Das zieht sich wie ein Roter Faden durch die gesamte Saison. Die Gegner müssen nur auf unsere Fehler warten, die werden dann direkt bestraft“, ärgert sich King, dessen Elf danach durch den eingewechselten Angelo De Carvalho, Di Maria, Fiorentino und erneut Ehlert sogar noch mehrere richtig gute Möglichkeiten hatte – die allerdings allesamt ungenutzt blieben. „Die Chancen, die wir in den Spielen vorher noch genutzt haben, machen wir nicht rein. Hinten sind wir zu löchrig, da reicht es dann auch nicht gegen Schwalmstadt“, muss King zugeben. Dass die Sprudelkicker damit auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sind, hat der 45-Jährige zwar ernüchtert zur Kenntnis genommen, betont aber auch: „In unserer aktuellen Verfassung, wenn wir gegen direkte Konkurrenten in solchen Duellen nicht einen Punkt mitnehmen, müssen wir nur auf uns selbst schauen.“ Noch haben die Kurstädter als 14. zwar nur drei Punkte Rückstand auf einen einstelligen Tabellenplatz, der vorletzte Platz ist aber auch nur noch ein Zähler entfernt.

Schwalmstadt: Völker; F. Seck, Gerstung, Kacuri, Brandner, Herpe, Lindenthal, Liebermann (56. Omerovic), Keil, Petersohn, Schwalm (72. Karl).

Bad Soden: Mücke; K. Paulowitsch, Demuth, Neiter, T. Paulowitsch (46. Krapf) – Lairich (85. Burgstaller), Scheller, Ehlert, Di Maria, Jordan (74. De Carvalho) – Fiorentino.

Schiedsrichter: Christian Sinning (Ihringshausen)

Tore: 1:0 Patrick Herpe (47.), 1:1 Lukas Ehlert (55.), 2:1 Leon Lindenthal (59.), 3:1 Leon Lindenthal (69.)

Zuschauer: 120

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