(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 17.Oktober 2019)

Fulda/Bad Soden (fs) – Derby-Topspiel ist in der Fußball-Verbandsliga am Sonntag (15 Uhr) in Johannesberg angesagt: Nach drei Siegen in Folge empfängt die SGJ Aufsteiger Bad Soden, die trotz der nur zwei Punkte aus den letzten drei Spielen noch in Schlagdistanz sind und den Rückstand auf den Tabellenzweiten auf fünf Punkte verringern könnten. Der Respekt vor dem Gegner ist auf beiden Seiten groß.

 „Bad Soden ist eine sehr starke Mannschaft mit individuell richtig guten Spielern. Ich habe sie gegen Hünfeld gesehen, da haben sie ein richtig gutes Spiel absolviert. Da wartet schon eine richtig schwere Aufgabe auf uns“, weiß Johannesbergs Trainer Zeljko Karamatic, der vor allem die üblichen Verdächtigen wie die Ex-Zweitligaprofis Christian Pospischil und Daniele Fiorentino sowie Khaibar Amani anführt. Das Kompliment wiederum kann Bad Sodens Trainer Anton Römmich nur zurückgeben: „Die gesamte Johannesberger Offensive sind allesamt Ausnahmespieler in der Verbandsliga, da erwartet uns jede Menge Offensiv-Wucht. Niklas Zeller und Marius Löbig, das ist das Nonplusultra in dieser Liga, diese Offensive dürfen wir nicht ins Rollen kommen lassen.“

Dabei könnten durchaus viele Treffer fallen: Bad Soden stellt nach Hünfeld momentan den zweitbesten Angriff der Liga mit 41 Treffern, Johannesberg liegt nur knapp dahinter mit 35 Toren. „Beide Mannschaften sind offensiv gut besetzt, das könnte einen offenen Schlagabtausch geben“, ist sich Karamatic sicher. Sein Gegenüber sieht das ähnlich, dennoch wollen die Sprudelkicker nach drei Spielen ohne Sieg wieder in die Erfolgsspur und die Johannesberger Serie von drei Siegen in Serie beenden: „Wir müssen diszipliniert nach hinten arbeiten, Marius Löbig auf der Außenbahn immer doppeln und uns nicht verstecken. Wir wollen den Kampf annehmen, leidenschaftlich verteidigen und selbst versuchen, unsere Offensivwucht auf den Platz zu bringen, zielstrebig in die Box und dann zum Abschluss zu kommen“, erklärt Römmich, der zudem fordert, die Freistöße um den Strafraum herum zu verteidigen – schließlich erzielte Zeller mehr als die Hälfte seiner neun Saisontore per direkt verwandeltem Freistoß. „Wir werden uns gut vorbereiten und sicherlich nichts herschenken“, verspricht Römmich, der neben Lukas Ehlert (Achillessehnenriss) weiterhin auf den Ex-Johannesberger Radomir Vlk (Knieprellung) verzichten muss.

Auf der Gegenseite kann Karamatic fast aus dem Vollen schöpfen, ein Einsatz des zuletzt zwei Wochen krank fehlenden Lars Jordan gegen sein altes Team ist allerdings fraglich. Dennoch hat sich die SGJ im bereits sechsten Derby vor heimischem Publikum viel vorgenommen: „Wir wollen die Derbybilanz weiter verbessern und spielen auf Sieg“, kündigt Karamatic an, der allerdings auch weiß: „Es muss schon alles passen, damit wir Bad Soden schlagen können.“

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