Von links nach rechts: Co-Trainer Mustafa Türksoy, Jan-Niklas Rintelmann, Trainer Anton Römmich, Betim Mezimi, Niklas Büchner, Dennis Hofmann

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 14.Juli 2020)

Bad Soden (fs) – Viel vor hat die SG Bad Soden in der kommenden Saison in der Fußball-Verbandsliga – und ist daher auch schon am Montagabend in die Vorbereitung gestartet. Mit dabei war der gesamte Kader inklusive der vier Neuzugänge Jan Niklas Rintelmann (Johannesberg), Betim Mezimi (Hanau 93), Niklas Büchner sowie Dennis Hofmann (beide A-Junioren Erlensee). Und dabei soll es nicht bleiben.

 „Wir werden in den nächsten Tagen noch jemanden präsentieren. Wir suchen noch ein, zwei Verstärkungen: Einmal einen Defensiven und einen für die zentrale Offensive“, erklärt Bad Sodens Trainer Anton Römmich, der sich vor allem für die junge Viererkette – auch Neuzugang Jan Rintelmann ist gerade mal 20 Jahre alt – noch einen erfahrenen Akteur wünscht: „Vielleicht müssen wir einen Abwehrboss holen, der auch wirklich ein Boss ist. Ein erfahrener Mann in der Abwehr würde den jungen Spielern gut zu Gesicht stehen.“ Die Neuen gehören nämlich bis auf Betim Mezimi, der Christian Pospischil auf der Sechs beziehungsweise der Zehn ersetzen soll, allesamt der Kategorie „jung, entwicklungsfähig, hungrig“ an.

Doch auch bereits jetzt sieht Römmich sein Team für die kommende Runde gut aufgestellt und formuliert die Ziele überraschend offensiv: „Wir brauchen uns vor keinem in der Verbandsliga verstecken. Wir haben gegen die Teams von oben immer Punkte geholt und wissen, was die Mannschaft kann. wir sind sehr optimistisch und wollen unter die Top Drei“, betont der 33-Jährige. Im gesamten Verein sei eine Aufbruchsstimmung zu spüren, Mannschaft, Vorstand und Trainerteam voller Euphorie: „Das müssen wir jetzt in die richtigen Bahnen lenken. Die Jungs wissen, dass sie noch nicht alles abrufen – aber da müssen wir hin. Jeder muss nochmal zehn bis 20 Prozent mehr rausholen. Wir werden sicherlich eine gute Rolle spielen, aber dafür müssen wir noch mehr tun. Wir hatten im November einige Nackenschläge und viele Punkte liegen gelassen, deshalb gilt: Wir wollen uns nie zufriedengeben und immer einen draufsetzen.“

Deshalb wartet auf die Sprudelkicker in der Vorbereitung einiges an Arbeit, zumal sich die Akteure bisher selbst fithalten mussten: Am Montag stand Arbeit in zwei Gruppen an, Römmich selbst ließ Passspiel und Körper-Koordination trainieren, Co-Trainer Mustafa Türksoy Beweglichkeit. „Wir wollen die Jungs langsam wieder an die fußballspezifischen Bewegungen heranführen“, erklärt Römmich, der in den nächsten zwei Wochen drei Einheiten pro Woche geplant hat und dann die Intensität bis auf sechs Einheiten pro Woche steigern wird. Schon Anfang August ist vorbehaltlich der behördlichen Bestimmungen das erste Testspiel gegen den SC 1960 Hana angepeilt, richtig rund geht es allerdings erst ab dem 23. August, wenn vier Spiele in acht Tagen anstehen. „Leider ist momentan alles schwierig zu planen. In Thüringen, Bayern oder Baden-Württemberg darf man schon Elf gegen Elf spielen, ich hoffe, dass das bei uns auch bald kommt“, sagt der 33-Jährige. Dann geht es dem Sprudelkicker-Coach vor allem darum, seinem Team ein noch besseres Verhalten bei Ballverlust einzutrichtern und die Defensive zu stabilisieren: „Wir haben stellenweise vier Tore zuhause geschossen, die Spiele aber trotzdem nicht gewonnen. Außerdem hatten wir eine schlechte Rückwärtsbewegung und sind in viele Konter gelaufen, wir wollen im mannschaftstaktischen Bereich besser arbeiten“, betont Römmich.

Die geplanten Testspiele in der Übersicht:

Sonntag, 2. August (13 Uhr) gegen SC 1960 Hanau

Mittwoch, 12. August (19.30 Uhr) beim SV Bernbach

Mittwoch, 19. August (Uhrzeit noch offen) bei den Sportfreunden Oberau

Sonntag, 23. August (15 Uhr) beim TSV Höchst

Donnerstag, 27. August (19.30 Uhr) in Rothenbergen

Freitag, 28. August (Uhrzeit noch offen) Kreispokal-Halbfinale bei Oberzell/Züntersbach

Sonntag, 30. August (Uhrzeit noch offen) in Hünfeld

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