(Bricht von osthessen-zeitung.de vom 27.Januar 2020)

Bad Soden (fs) – Über viel mehr Optionen in der Offensive freuen darf sich Bad Sodens Trainer Anton Römmich: Beim offiziellen Trainingsauftakt am Montagabend auf der Bornwiese waren mit Alexander Okyere (Bayern Alzenau) und Patrick Kalis (eigene zweite Mannschaft) zwei richtige und mit dem lange verletzten Lukas Ehlert ein gefühlter Neuzugang wieder mit dabei. Das Trio soll mithelfen, den Blick in der Fußball-Verbandsliga eher nach oben denn nach unten richten zu müssen.

„Wir waren an Alex schon im Sommer dran, zum Glück hat es jetzt geklappt. Er kann uns spielerisch weiterhelfen und den Konkurrenzkampf auf der rechten Seite ankurbeln, ist aber auch ein absolutes Mentalitätsmonster, das Spieler mitreißen kann. Er tut der Mannschaft menschlich und fußballerisch sehr, sehr gut“, verspricht sich Bad Sodens Trainer Anton Römmich einiges vom 20-Jährigen, der vom Regionalligisten Bayern Alzenau an die Bornwiese gewechselt ist und deutschlandweit Bekanntheit mit einer Motivationsrede hielt, die er vor dem 2:1-Sieg der Alzenauer Ende Juli beim Regionalliga-Auftakt in Homburg hielt.

Zweiter Neuer im Bunde ist Stürmer Patrick Kalis, der in der zweiten Mannschaft starke 17 Treffer erzielte und nun hochgezogen wird. „Das hat er sich einfach verdient. Patrick zeigt immer wieder seine stürmerische Klasse und ich freue mich drauf, dass er den Konkurrenzkampf in der Offensive nochmal erhöht“, erklärt Römmich, der auch froh über die Rückkehr von Lukas Ehlert ist: Der überragende Techniker fehlte lange mit einem Achillessehnenriss, ist jetzt aber wieder fit und steigt endgültig ein. „Wir werden ihn sicherlich das ein oder andere Mal bremsen müssen, aber Lukas ist auf einem guten Weg. In der Offensive ist er ein richtig guter Neuzugang. Damit haben wir jetzt nochmal drei Leute in der Offensive dazugewonnen, da darf sich keiner ausruhen“, betont der 33-Jährige, der mit den fünf A-Junioren Adrian Köpf, Nikita Fedotov, Maximilian Moritz, Marcel Tutak und Mehmet Özkan in den nächsten Wochen noch einige Youngster auf Herz und Nieren prüfen wird.

Höchstwahrscheinlich nicht mehr für die Sprudelkicker wird allerdings Radomir Vlk auflaufen, der immer wieder mit dem Hessenligisten SV Neuhof in Verbindung gebracht wird: „Da ist aber noch nichts entschieden. Wir haben Rado den Ball zugespielt, er muss entscheiden“, sagt Römmich, der allerdings durchblicken lässt, dass der Verbandsliga-Aufsteiger dem Tschechen wohl keine Steine in den Weg legen würde. So gut wie fix ist hingegen Römmichs Verlängerung an der Bornwiese, auch wenn eine offizielle Verkündung noch aussteht: „Aber das dürfte nur Formsache sein“, meint der B-Lizenz-Inhaber.

Ohnehin will sich Römmich lieber auf das Sportliche konzentrieren und hat mit den Sprudelkickern in den nächsten Wochen noch viel vor, nachdem das Team schon seit zwei Wochen im Orthofit in Bad Soden im Athletikbereich arbeitet. „Der Fitnesszustand der Mannschaft ist schon ganz gut, wir werden in den nächsten zwei Wochen aber noch sehr viel im Kraftausdauerbereich machen, um dann in den letzten drei Wochen im spielerischen und taktischen Bereich arbeiten zu können“, erklärt Römmich, der mit seinem Team mit 28 Zählern momentan zehn Punkte Rückstand auf Platz fünf hat, andererseits aber elf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Aber wir wissen alle, dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass das reicht. Wir müssen noch ein paar Punkte holen, um nicht nochmal unten reinzurutschen. Außerdem haben wir uns zusammengesetzt und die Marschroute ausgegeben, dass wir versuchen wollen, jedes Spiel zu gewinnen. Ich würde gerne noch an den Top Fünf kratzen“, sagt der 33-Jährige, der durchaus noch einiges an Steigerungspotenzial erkannt hat: Vor allem im mannschafstaktischen Bereich können sich die Sprudelkicker noch steigern, zu viele Spiele gingen in den letzten Minuten verloren. „Wir haben immer wieder Schwächephasen, gerade zum Ende der Spiele hin. Wir müssen konzentrierter verteidigen und vorne frühzeitig den K.o. setzen“, erklärt Römmich, der deshalb mit den beiden Hessenligisten SV Steinbach und SG Barockstadt bewusst schwere Gegner in der Vorbereitung ausgesucht hat.

Die Testspiele in der Übersicht:

Freitag, 7. Februar (19 Uhr) gegen Steinbach

Donnerstag, 13. Februar (19 Uhr) gegen Barockstadt

Sonntag, 16. Februar (14 Uhr) gegen Thalau

Samstag, 22. Februar (15 Uhr) gegen Urberach

Sonntag, 1. März (14.30 Uhr) in Nieder-Roden

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