Verbandsliga – Römmich: „Ein Ruck ist durch die Mannschaft gegangen“

Verbandsliga

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 20.Dezember 2017)

Bad Soden (pf) – Seitdem Anton Römmich das Traineramt bei Fußball-Verbandsligist SG Bad Soden übernommen hatte, holte er in sechs Spielen elf Punkte. Exakt die Ausbeute, die Vorgänger Kelvin King in zwölf Partien verbuchen konnte. Römmich selbst blickt daher zufrieden auf die vergangenen Wochen zurück und betont, dass der Klassenerhalt nach dem schlechten Saisonstart nun so schnell wie möglich geschafft werden soll.

„Wir haben als Mannschaft und Verein andere Ziele gehabt. Deshalb ist die Vorrunde insgesamt unzufriedenstellend“, resümiert Sodens Coach Anton Römmich nach 18 absolvierten Partien, in denen die Sprudelkicker insgesamt 22 Punkte holten. Für diese Ausbeute benötigte das Team in der abgelaufenen Verbandsliga-Saison zwar nur 16 Spiele, doch seit Römmichs Amtsantritt, der den Trainerposten Mitte Oktober von Kelvin King übernommen hatte, geht es bei der SG Bad Soden erkennbar bergauf: „Es ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Jeder hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sieht er sein Team auf dem richtigen Weg und ergänzt: „Kicken kann jeder, aber die richtige Einstellung hat gefehlt. Die ist jetzt überragend, deshalb bin ich mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden.“

Zwar stellt die SG Bad Soden aktuell die drittschlechteste Defensive der Liga, doch unter Römmich kassieren die Sprudelkicker im Schnitt fast zwei Gegentore weniger pro Spiel als noch unter King. Und das, obwohl die offensive Produktion von 2,5 Toren pro Partie aufrechterhalten wurde. Daher will der SG-Coach das Hauptaugenmerk in der anstehenden Wintervorbereitung, die am 22. Januar beginnt, auch weiter auf die Defensive legen. Doch bereits ab dem 4. Januar steht für die Mannschaft zweimal pro Woche ein Besuch im Fitnessstudio an, denn Römmich möchte seine Spieler vor allem im Kraft- und Fitnessbereich noch weiter verbessern.

Mit Younes Idrissi, der sich im ersten Saisonspiel beim RSV Petersberg einen Gesichtsknochenbruch zugezogen hatte, kehrt pünktlich zum Rückrundenstart außerdem ein wichtiger Spieler wieder in den Kader der SG Bad Soden zurück. „Er ist quasi ein Neuzugang“, freut sich Römmich und erklärt gleichzeitig, dass für die Wintertransferperiode keine Neuzugänge eingeplant sind: „Wir müssen uns nicht unbedingt verstärken. Außer, uns läuft jemand ablösefrei zu.“

In dieser Spielzeit müssen – abhängig von den Hessenligaabsteigern – maximal fünf Teams den Gang von der Verbands- in die Gruppenliga antreten. Dieser Extremfall ist nach drei Absteigern in der Vorsaison diesmal allerdings nicht unwahrscheinlich und wird nach aktuellem Stand auch eintreten, denn in der Hessenliga belegen der OSC Vellmar und der SV Steinbach momentan die beiden letzten Plätze und würden im Falle eines Abstiegs der Verbandsliga Nord zugeordnet werden. Aktuell stehen die Sodener in der Tabelle auf dem zwölften Rang, der bei diesem Szenario gerade so zum Ligaverbleib reichen würde. Dementsprechend legt Römmich das Ziel für die Rückrunde auch klar fest: „Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen und uns danach für die neue Saison einspielen.“ Zwar ist die Tabelle momentan noch sehr verzehrt – Neuhof hat beispielsweise schon 20, Rothwesten erst 15 Spiele absolviert – doch Römmich schätzt die Liga besonders im Mittelfeld als sehr ausgeglichen ein: „Von Platz vier bis Platz 14 kann jeder jeden schlagen“, macht der 31-Jährige deutlich. Doch ein Platz ist für ihn schon jetzt vergeben: „Hünfeld wird Meister werden. Sie haben in meinen Augen die stärkste Mannschaft“, legt sich Römmich schon jetzt fest.

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