(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 28.August 2019)

Bad Soden (pf) – Die SG Bad Soden hat sich für die Pleite in der Rhön revanchiert und das Rückspiel an der heimischen Bornwiese gegen die SG Ehrenberg mit 3:1 (1:1) für sich entschieden. Im Duell der beiden Aufsteiger sorgten Tuna Moaremoglu mit zwei Treffern und Christian Pospischil mit drei Torbeteiligungen für den Erfolg der Sprudelkicker im Derby der Fußball-Verbandsliga.

Verrückt: Der gerade so 1,70 Meter große Tuna Moaremoglu sorgte mit zwei Kopfballtreffern – beide Male war Christian Pospischil der Vorlagengeber – für den Sodener Derbysieg, der Doppeltorschütze bekam dann nach einer guten Stunde dann seinen Abgang vor der mauen Kulisse von weniger als 100 Zuschauern. Die wiederum sahen keineswegs eine schlechte Ehrenberger Mannschaft, die jedoch etwas Pech hatte und letztlich mit dem 1:3 nach Hausen reisen musste. „Ich kenne Tuna schon seit der Jugend. Er hat ein super Timing und hat schon öfters Kopfballtore gemacht“, lobte Sodens sportlicher Leiter Wladimir Römmich.

Im ersten Durchgang waren es die Ehrenberger, die etwas auffälliger waren und mit einfachen Mitteln agierten: Frühes Stören, schnelle Abspiele zum Mitspieler – Soden kam damit nicht wirklich gut zurecht, hatte aber eine kurze starke Phase nach Moaremoglus Ausgleich, der eine Pospischil-Ecke einnickte (25.). Wenig später hatte Fiorentino die Führung auf dem Fuß (28.), doch Ehrenberg kämpfte sich wieder zurück. Anfangs hatte Sven Bambey für das 1:0 der SGE gesorgt – ebenfalls per Kopf nach Flanke von links (16.).

Zur Pause musste Mark Jaksch angeschlagen raus, Ehrenberg aber machte gut weiter und hatte einige Chancen. Mehrfach war jedoch Abdul Samed Ersöz toll zur Stelle – gegen Bublitz (50., 59.) und Brehl (65.). Inmitten der Rhöner Chancen machte Moaremoglu dann das 2:1 nach Pospischil-Flanke (54.), der Ex-Profi legte dann vom Punkt die Vorentscheidung nach (75.). Doch Ehrenberg steckte nicht auf und versuchte es weiter – am Ende ohne Erfolg. „Wir waren gallig, haben uns in jeden Zweikampf reingeschmissen und wollten die drei Punkte behalten. Wir wollten dem Gegner Stress bereiten, das ist gerade in der zweiten Halbzeit voll aufgegangen. So haben wir die Tore erzwungen“, fasste Wladimir Römmich im Nachhinein zusammen.

Ehrenbergs Coach Robert Schorstein haderte derweil wieder mit Geschenken, die zu den Gegentreffern führten, war aber auch etwas erleichtert, dass sein Team ein ganz anderes Gesicht als noch beim 1:5 in Eichenzell zeigte: „Das Einzige, was heute nicht gestimmt hat, war das Ergebnis. Aber wichtig war, dass wir uns wieder stabilisieren. Wir können mit erhobenen Köpfen nach Hause fahren“.

Bad Soden: Ersöz – Vlk, Neiter, T. Paulowitsch, Kymlicka – Moaremoglu (62. Saletnik), Pospischil – Memeti (81. Dworschak), Amani (64. Lairich), K. Paulowitsch – Fiorentino.

Ehrenberg: Voll – Ma. Schäfer, Bau, Mo. Schäfer, Beck – Jaksch (46. Dinkel), Bambey – Diel, Brehl, Scheffler – Bublitz.

Schiedsrichter: Paul-Ioan Barbu (Steinheim)

Tore: 0:1 Sven Bambey (16.), 1:1 Tuna Moaremoglu (25.), 2:1 Tuna Moaremoglu (54.), 3:1 Christian Pospischil (75., Foulelfmeter)

Zuschauer: 80.

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