(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 05.August 2019)

Bad Soden/Ehrenberg (fs) – Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen reist die SG Bad Soden am Mittwoch nach Seiferts, wo um 19 Uhr das Derby in der Fußball-Verbandsliga bei der SG Ehrenberg ansteht. Die Sprudelkicker wollen den Auftaktsieg gegen Willingen vergolden, die SGE will nach zwei Niederlagen endlich die ersten Punkte einfahren – und schöpft Hoffnung aus der vergangenen Saison in der Gruppenliga.

„So ein Doppelspieltag ist immer gut, um in den Rhythmus zu kommen. Außerdem sind wir Fußballer und spielen lieber als zu trainieren“, kann Bad Sodens Trainer Anton Römmich gut mit dem Mittwochsspieltag leben und freut sich schon auf das Derby in Seiferts: „Wir fahren sehr gerne nach Ehrenberg, das ist ein sehr sympathischer Verein mit guten Jungs und tollen Zuschauern. Ich bin gespannt, was uns da erwartet.“

Das wiederum ist eine ganze Menge, wenn es nach dem spielenden Co-Trainer Mark Jaksch geht: „Die Niederlagen sind natürlich ärgerlich, aber das ist Woche für Woche auch ein Lernprozess, gerade körperlich ist die Klasse einfach etwas ganz anderes. Ich bin aber optimistisch, dass wir bald die ersten Punkte einfahren werden. Wir werden uns jetzt sicherlich nicht verstecken und Beton anrühren, das ist nicht unsere Art, Fußball zu spielen.“ Dabei schöpfen die Rhöner vor dem Aufsteigerduell vor allem Mut aus den beiden Spielen in der Gruppenliga in der Vorsaison: Im Hinspiel zuhause gab es ein 2:2-Unentschieden, im Rückspiel an der Bornwiese dann ein 3:3. „Wir haben zweimal gegen Bad Soden gepunktet, das wollen wir wieder schaffen. Wir müssen gut ins Spiel kommen und dann auch etwas aus unseren Möglichkeiten machen“, fordert Jaksch mit Blick auf den Auftritt gegen Vellmar: Die SGE ließ einige richtig gute Möglichkeiten liegen, kassierte teilweise die Tore aber noch zu einfach. Die junge Viererkette um Rechtsverteidiger Sven Kemmerzell (18) und die Innenverteidiger Florian Dinkel (19) sowie Moritz Schäfer (23) nimmt das Trainerduo Jaksch/Robert Schorstein in Schutz, dennoch soll gerade in der Defensive eine Leistungssteigerung her: „Wir haben in zwei Spielen sechs Tore gefangen, das ist zu viel. Das primäre Ziel muss sein, die Null zu halten. Teilweise waren die Abstände einfach noch zu groß.“

Das wiederum wollen die Sprudelkicker ausnutzen, die sich gegen Willingen gerade in der zweiten Hälfte zielstrebig präsentierten und gerade durch Doppelpacker Jaron Krapf einen verdienten 5:2-Sieg einfuhren. „Wir wollen den guten Saisonstart bestätigen und den ersten Auswärtsdreier einfahren. Wir müssen die Defensive kontrollieren, taktisch gut nach hinten arbeiten und dann nach vorne wie gegen Willingen gierig und überzeugt in den Strafraum eindringen und dann auch selbstbewusst zum Abschluss kommen“, gibt Römmich die Marschroute vor, der neben Lukas Ehlert (Achillessehnenriss) auch auf Keeper Matthias Neiter (Verdacht auf Leistenbruch) und Richard Lairich (Leistenprobleme) verzichten muss. Bei der SGE wiederum dürfte nur Spielertrainer Robert Schorstein (Knieprobleme) ausfallen.

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