(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 07.Mai 2020)

Bad Soden (fs) – „Wir sehen den besten Daniele Fiorentino, seitdem er in Bad Soden ist“, hatte Trainer Anton Römmich schon im Herbst gesagt. Kein Wunder, dass die Sprudelkicker froh sind, dass der 35-jährige Torjäger an der Bornwiese nochmal verlängert hat und beim Fußball-Verbandsligisten in seine vierte Saison geht. Fiorentino selbst gibt sich allerdings eher zurückhaltend.

„Ich bin wie guter Wein: Je älter, desto besser“, lacht Fiorentino, der allerdings sofort wieder ernst wird: „Spaß beiseite: Wenn die Leute das so sehen, dann freut mich das und dadurch merke ich auch, dass es weiterhin Sinn macht, Fußball zu spielen. Aber in meinem Alter brauche ich einfach Spaß, um Leistung zu bringen.“

Neben dem Spaß gehört allerdings durchaus auch einiges an Arbeit dazu, im Alter von 35 Jahren gegen gerade erst erwachsen gewordene Verbandsligaspieler im Sprintduell zu bestehen und mit zwölf Treffern für mehr als 20 Prozent aller Tore der Sprudelkicker verantwortlich zu sein. „Ich achte schon darauf, dass ich kein Übergewicht habe. Aber mir hilft sicherlich, dass ich seit meinem fünften Lebensjahr Fußball spiele und das lange auch professionell betrieben habe“, meint der langjährige Offenbacher, der immerhin sieben Zweitligaspiele für die Offenbacher Kickers in seiner Vita stehen hat und für die Kurstädter in knapp drei Jahren schon 55 Treffer erzielte. „Meine zwei Kinder halten mich aber fit und die Mannschaft mit den vielen jungen Spielern hält mich auch jung“, lacht der gebürtige Offenbacher, der mittlerweile in Eppertshausen wohnt und bei einer Firma für Industrietechnik angestellt ist. Allerdings weiß auch Fiorentino: „Im Fußball gehört immer Glück dazu, dass man von Verletzungen verschont bleibt.“
Das war bisher der Fall, der 35-Jährige hat bisher noch kein Spiel verpasst. Geht es nach dem Ex-Profi, dann bleibt das auch künftig so, schließlich will der Stürmer den jungen Spielern mit seiner Erfahrung helfen, zumal mit Christian Pospischil und Khaibar Amani schon zwei ganz erfahrene Akteure die Kurstädter im Sommer verlassen: „Christian Pospischil kann man kaum ersetzen, da könnte man mich eher ersetzen“, meint Fiorentino, der allerdings optimistisch ist, dass der Sportliche Leiter Wladimir Römmich für die kommende Runde hochkarätigen Ersatz für die Abgänge findet. Gerade das gute Verhältnis zu Trainer Anton Römmich und dessen Bruder war einer der Gründe für den Torjäger, an der Bornwiese ins vierte Jahr zu gehen: „Beide sind immer offen und ehrlich, ich habe volles Vertrauen zu ihnen – das gefällt mir einfach. Ich fühle mich hier in Bad Soden einfach pudelwohl“, betont Fiorentino, der für seine Verlängerung nicht lange überlegen musste: „Ich kann den Jungs noch helfen, es macht mir immer noch Spaß und das Umfeld sowie das Drumherum passen einfach.

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