(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 22.September 2019)

Eichenzell (pf) – Ganz, ganz bittere Derbyniederlage für den FC Eichenzell – und das am Blau-Weißen- Sonntag: Die SG Bad Soden gab den Spielverderber und entschied das Duell in der Fußball-Verbandsliga mit 4:2 (1:2) für sich. Dabei führte die Britannia bis zehn Minuten vor dem Ende.

Bitterer hätte es für die Eichenzeller kaum laufen können: Einiges deutete darauf hin, dass der FCB am Blau-Weißen-Sonntag doppelt Grund zum Feiern hätte, bis Christian Pospischil und Daniele Fiorentino das Match mit einem Doppelschlag in der Schlussphase drehen konnten. So durfte Soden letztlich jubeln, das durch Khaibar Amanis 4:2 nach einem blitzsauberen Konter noch die aller letzten Zweifel am Derbysieg beseitigte. „Eichenzell hatte die Möglichkeit auf das 3:1, aber dann haben wir komplett dominiert und Druck aufgebaut. Das haben wir spielerisch gut gelöst“, lobte Gäste-Coach Anton Römmich, dessen Team Räume bekam und diese mit der individuellen Qualität nutzte. Unterdessen stellte ein geknickter Eichenzeller Spielertrainer Heiko Rützel fest, „dass wir uns heute selbst um den Lohn gebracht haben“.

Die Sodener waren es auch, die besser ins Spiel gekommen sind: Fiorentino besorgte nach wenigen Minuten die Führung, hatte aber Glück, dass der Ball entscheidend von Tim Ströder abgefälscht wurde. In der Folge vergaben die Sprudelkicker jedoch 100-prozentige Möglichkeiten, zu erhöhen – und das bestrafte Eichenzell dann kurz vor der Pause: Mikael Avanesian, der zuvor schon ein Abseitstor erzielt hatte, glich aus. Ferhat Yildiz durfte nach Handspiel von Kevin Demuth im Strafraum dann zum Elfmeter antreten, verwandelte sicher und drehte die Partie erstmals. „Wir waren super drin und haben verdient geführt“, lobte Rützel.

Nun war also die Britannia am Zug. „Es dauerte, bis wir wieder reingekommen sind“, bemängelte Anton Römmich zurecht – und musste froh sein, dass Abdul Samed Ersöz nach einer guten Stunde die dickste Chance der Hausherren durch Ferhat Yildiz entschärfte. Die Sprudelkicker berappelten sich aber und schlugen zurück. Schließlich leitete Christian Müller mit seinem Foul an Fiorentino die Aufholjagd ein, als Christian Pospischil daraufhin zum 2:2 traf. „Der Elfmeter war unnötig und dass es am Ende noch so deutlich wird, war vermeidbar“, bedauerte Rützel.

Eichenzell: Kirbus – Ch. Müller, Ganß, Ströder, Schlag – J. Müller, Rützel – Jahn, Wasirow (76. Aydarus), Yildiz (82. Bagci) – Avanesian.

Bad Soden: Ersöz – Vlk (70. Memeti), Neiter, T. Paulowitsch, Kymlicka – Moaremoglu – Demuth, Pospischil, Amani, K. Paulowitsch (46. Krapf) – Fiorentino (90. Langhammer).

Schiedsrichter: Daniel Velten (Laufdorf)

Tore: 0:1 Daniele Fiorentino (7.), 1:1 Mikael Avanesian (40.), 2:1 Ferhat Yildiz (44., Handelfmeter), 2:2 Christian Pospischil (80., Foulelfmeter), 2:3 Daniele Fiorentino (81.), 2:4 Khaibar Amani (90.)

Zuschauer: 350.

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