Verbandsliga – Bad Soden beschert Römmich Traum-Einstand

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 15.Oktober 2017)

Habichtswald (fs) – Was für ein Debüt von Anton Römmich als neuer Trainer der SG Bad Soden: Nach drei Pleiten in Folge und dem Trainerwechsel unter der Woche feierten die Sprudelkicker beim Aufsteiger FSV Dörnberg einen hochverdienten 4:1 (2:0)-Auswärtssieg und bescherten dem 30-Jährigen einen Einstand nach Maß – allerdings mit einem kleinen Schönheitsfleck.

„Das Gegentor nach einem Standard in der 90. Minute hat mich ganz schön geärgert, das wurmt mich sehr“, meint Römmich, der im gleichen Atemzug aber betont: „Im Endeffekt ist es egal. Wichtig sind die drei Punkte und der Siege heute war mehr als verdient. Dörnberg hatte in der ersten Halbzeit zwei kleine Chancen und ansonsten gar nichts.“ Die Sprudelkicker wiederum hatten daran auch gehörigen Anteil: Mit Arturo Gonzalez-Garcia, der nach seinem Rücktritt vom Rücktritt im Kasten sein Debüt gab, und Jannik Burgstaller, der als Linksverteidiger sein Verbandsliga-Startelfdebüt gab, verteidigten alle elf Gästespieler auf dem Dörnberger Kunstrasen leidenschaftlich. „Wir haben als Mannschaft sehr gut verteidigt. Daniele (Fiorentino, Anm. d. Red.) war als Stürmer heute erster Verteidiger, das haben wir wirklich bärenstark gemacht“, lobt Römmich den gelungenen Defensivauftritt seines Teams.

Dass die Sprudelkicker nach vorne immer gefährlich sind und die zweitbeste Offensive der Liga stellen, zeigten sie hingegen auch beim Aufsteiger: Nach einem ersten gefährlichen Schuss von Lukas Ehlert und einem Versuch von Kevin Paulowitsch gingen die Gäste durch Fiorentino in Führung: Die Hereingabe von Kevin Paulowitsch nach Ehlert-Zuspiel brachte er im ersten Versuch nicht im Tor unter, traf dann aber im Nachsetzen aus vier Metern ins lange Eck (33.). Kurz vor der Pause legte Jaron Krapf nach: Kevin Paulowitsch war erst noch an Dörnbergs Keeper Rajan Plavcic gescheitert, Krapf hatte gut nachgesetzt und schob das Leder aus sechs Metern ein (44.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Sprudelkicker die Begegnung weiterhin im Griff und hielten die Gäste vom Tor fern, während auf der Gegenseite Fiorentino nach Traumpass von Marco di Maria (67.) und di Maria selbst (84.) das Ergebnis in die Höhe schraubten. Ehlert, Krapf und Kevin Paulowitsch ließen zudem weitere richtig gute Möglichkeiten liegen. „Wir hätten noch einige Tore machen können, aber es kann ja nicht alles drin sein. Der Plan ist jedenfalls voll aufgegangen: Wir wollten gut stehen und schnell umschalten“, analysiert Römmich, dessen Elf in der Schlussminute noch einen Kopfballtreffer von Serhat Bingül aus kurzer Distanz hinnehmen musste (90.).

Am Ende feierten die Kurstädter souverän den zweiten Auswärtssieg der Saison, von einem Befreiungsschlag trotz des Sprungs auf Platz zwölf will Römmich aber nicht reden: „Das darf keine Eintagsfliege sein. Wir dürfen das heute und am Montag mal genießen, aber müssen dann direkt weiterarbeiten und uns aufs erste Heimspiel konzentrieren“, fordert der 30-Jährige.

Dörnberg: Plavcic; Gunkel, Plettenberg, Hansch, Schulze (81. Bätzing), Müller, Kemper, K. Richter (46. Lotzgeselle), D. Richter (71. Mannewitz), Bingül, Dauber.

Bad Soden: Gonzalez-Garcia; Demuth, T. Paulowitsch, Neiter, Burgstaller – Lairich (69. Scheller), Di Maria – K. Paulowitsch, Ehlert, Krapf (80. De Carvalho) – Fiorentino.

Schiedsrichter: Maximilian Rüger (Petersberg)

Tore: 0:1 Daniele Fiorentino (34.), 0:2 Jaron Krapf (44.), 0:3 Daniele Fiorentino (67.), 0:4 Marco Di Maria (84.), 1:4 Serhat Bingül (90.)

Zuschauer: 100.

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