Ungeschlagene Sprudelkicker eilen Richtung Meisterschaft

Gruppenliga

(Bericht von osthessen-news.de vom 21.11.2018)

21.11.2018 – BAD SODEN-SALMÜNSTER

Zwischenfazit der Gruppenligisten (1)

Ungeschlagene Sprudelkicker eilen Richtung Meisterschaft

Winterpause in der Fußball-Gruppenliga: 19 Spieltage sind absolviert, weiter gehts erst in rund vier Monaten im März. Zeit, die Vereine nach ihrem Zwischenfazit zu befragen. Wir starten mit dem Tabellenführer SG Bad Soden, die sich anschickt, den Abstieg aus der Verbandsliga umgehend zu korrigieren und die Meisterschaft in der Gruppenliga einzufahren.

13 Siege, sechs Unentschieden, keine Niederlage – die Sprudelkicker gingen als klarer Favorit in die Saison und werden dieser Rolle auch gerecht. Mit acht Punkten Vorsprung führt die Elf von Trainer Anton Römmich die Tabelle an und es scheint, dass Bad Soden sich den Titel nicht nehmen lässt. Trotzdem hebt Trainer Römmich mahnend den Zeigefinger. “Acht Punkte sind nicht so viel. Spielt man zwei Mal Unentschieden, kann das Polster fast weg sein”, sagt Römmich, “und wir haben es ja an Eichenzell letztes Jahr gesehen, dass es schnell gehen kann.”

Römmich nimmt das Beispiel der Britannia, um darauf hinzuweisen, dass das Rennen um den Titel noch nicht entschieden sei. “Eichenzell hatte auch einen großen Vorsprung zur Winterpause und musste am Ende noch zittern. Wir sind gewarnt”, sagt der Trainer der Sprudelkicker. Dass das Zwischenfazit von Anton Römmich positiv ausfällt, überrascht nicht. Dennoch hat der SG-Trainer Punkte gefunden, mit denen er nur bedingt zufrieden war. Gerade gegen tiefstehende Mannschaften hätten die Sprudelkicker manche Probleme gehabt.

“Die Umstände waren nicht immer einfach, auch weil wir öfters auf schlechten Plätzen gespielt haben und dort so manche Probleme hatten”, sagt Römmich, der stellenweise extra auf der alten Bornwiese trainiert hätte, um bestmöglich auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet zu sein. Als “Hallo-Wach-Effekt” bezeichnete Römmich gleich den Auftakt bei der FT Fulda, die dem Absteiger mit einer vielbeinigen Abwehr und guter Defensiv-Taktik einen Zähler abknöpfte.

“Wir haben etwas gebraucht, um uns auf die Liga und die Gegner einzustellen, aber das haben wir dann immer besser hinbekommen”, freut sich Römmich, der mit seiner Elf ungeschlagen die Tabelle anführt und in einigen Spielen Rückstand egalisierte. “Der Charakter und die Mentalität in der Mannschaft stimmen. Zudem haben wir die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern”, erklärt der SG-Trainer und nennt exemplarisch Daniele Fiorentino und Christian Pospischil, die ihre Rolle als Führungsspieler sehr gut ausfüllen würden.

Nach dem bitteren Abstieg am letzten Spieltag schicken sich die Sprudelkicker an, den Betriebsunfall zu korrigieren und in die Verbandsliga zurückzukehren. “Der Abstieg kam für uns überraschend, aber wir saßen am nächsten Tag im Sportheim und haben gemeinsam beschlossen, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen”, beschreibt Römmich die Stimmung nach dem Abstieg. Es sei gelungen, mit einem Großteil des Kaders zu verlängern und gute Spieler an die Bornwiese zu locken.

Als großer Favorit aller Trainer ging die SG Bad Soden, die mit 77 Treffern mit Abstand die gefährlichste Offensive hat,  daher in die neue Gruppenliga-Saison und auch die Sprudelkicker selbst machten aus ihren Ambitionen keinen Hehl und riefen den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel aus. Elf Spiele haben Römmich und Co. zu absolvieren, ehe im Mai 2019 die Rückkehr bejubelt werden soll. Dass das nicht gelingen könnte, erscheint unwahrscheinlich. Auch wenn Trainer Anton Römmich den Mahner gibt. (the) +++

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