(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 28.August 2021)

Bad Soden (pf) – Nach einer Nullnummer in Durchgang eins geriet die SG Bad Soden zuhause gegen den SC Willingen zwar nach der Pause früh in Rückstand, hatte das Spiel aber ebenso schnell wieder gedreht: Am Ende stand ein 4:1 (0:0)-Sieg für die Sprudelkicker. Und das Spiel hatte von verschossenen Elfmetern bis tollen Toren alles zu bieten.

„Wir haben es in einer durchwachsenen ersten Halbzeit nicht gut hinbekommen, gegen den Ball zu arbeiten, und waren zu spät in den Zweikämpfen“, sagte Sodens Trainer Anton Römmich, der den Plan in der Pause dann gar nicht so sehr veränderte und seinen Jungs auch gar nicht vor Augen führen musste, „dass wir mehr machen mussten“. Das begriff sein Team selbst, siegte am Ende verdient, wobei der Coach anfügte, „dass wir von Anfang an wacher sein müssen“. Auf das Hessenpokal-Spiel am Donnerstag wollte er das aber nicht schieben, „wir hatten einige Spieler geschont“.

Florian Heines Schlenzer ins lange Eck war schon sehenswert und eröffnete den zweiten Durchgang, in dem Bad Soden dann in gewisser Weise aufwachte und das Spiel dann auf den Kopf stellte. Der Ausgleich fiel zwar in undurchsichtigem Gestocher im Strafraum und Jan Niklas Rintelmann war es letztlich, der den Ball über die Linie drückte. Joker Nils Becker, der bereits vor der Pause kam, verwertete wenig später eine Vorarbeit von Simon Huhn und drehte das Spiel.

Soden hatte dann noch einmal Glück, dass nach Christian Pospischils klasse Heber von der Strafraumkante über Willingens Keeper Yannick Wilke zum 3:1 nicht der Anschluss fiel, weil Marco Aulbach im Kasten einen Foulelfmeter von Jan Henrik Vogel vereitelte. Der Schlusspunkt gehörte mit Daniele Fiorentino einem weiteren Joker auf Sodener Seite. Und ihm gelang trotz vieler schöner Treffer der schönste an diesem Tag – und gleichzeitig unmöglichste: Fast von der Torauslinie traf Fiorentino von der linken Seite aus ganz spitzem Winkel, der Ball senkte sich klasse ins lange Eck. Für die Sprudelkicker war das der vierte Sieg im vierten Spiel, eine makellose Bilanz, die derzeit nur noch der OSC Vellmar und Weidenhausen aufweisen können, wobei die Adler erst am Sonntag noch dran sind. Römmichs Fazit: „Ein Rückstand bringt uns nicht um. Die Mannschaft hat tolle Moral gezeigt und danach richtig aufgedreht“.

Bad Soden: Aulbach; Demuth (79. Fiorentino), Huhn, Krapf (82. Blam), Pospischil, Martinez Bizcocho, Neiter, Rintelmann, Okyere (42. Becker), Pezzoni, Kymlicka.

Willingen: Wilke; Kroll, Kuhnhenne, Albers, Vogel, Butz, Querl, Vach, Friedrich, Heine, Butterweck (79. Dogan).

Schiedsrichter: Volker Höpp (Dauernheim)

Tore: 0:1 Florian Heine (49.), 1:1 Jan Niklas Rintelmann (59.), 2:1 Nils Becker (62.), 3:1 Christian Pospischil (78.), 4:1 Daniele Fiorentino (87.)

Zuschauer: 120.

Verschossener Foulelfmeter: Jan Henrik Vogel (Willingen, 80.) – Aulbach hält

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