(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 23.März 2019)

Bad Soden (pf) – Früh stellte die SG Bad Soden die Weichen, deutlich wurde es aber erst in der Schlussphase: Mit dem 4:0 (1:0)-Erfolg gegen Teutonia Großenlüder hat der Spitzenreiter der Fußball-Gruppenliga seine Heimspielwochen eingeläutet und ist weiterhin auf dem besten Weg, den Titel frühzeitig perfekt zu machen.

„Es war ein bisschen schwierig, wir waren das erste Mal am Rasen und hatten vorher keine einzige Trainingseinheit darauf gemacht. Das war eine große Umstellung, der Platz ist auch noch nicht so gut bespielbar“, erklärte Sodens Coach Anton Römmich nach dem Sieg, der für ihn insgesamt ungefährdet war: „Ich hatte nicht ansatzweise das Gefühl, dass wir heute irgendwelche Punkte abgeben“, meinte der Trainer, der trotz allem aber erst spät erlöst wurde: Mit drei Treffern innerhalb von sechs Minuten machten die Sprudelkicker den Deckel drauf.

„Am Ende war es zu hoch, das haben sich die Jungs nicht verdient“, fand wiederum Großenlüders Coach Adrian Giemza, der personell einige Probleme zu lösen hatte: Neben Moritz Reith und Jan Hendler musste auch Dominik Hohmann kurzfristig passen, damit sind drei wichtige Akteure weggefallen. „Mit der ersten Aktion kriegen wir das 0:1, nach zehn Minuten mussten wir dann verletzungsbedingt wechseln, weil Niklas Wese einen Schlag auf den Fuß bekommen hatte“, schilderte Giemza die für die Gäste unglückliche Anfangsphase.

Dabei hatte sich ein Erfolg des Tabellenführers früh abgezeichnet: Schon nach nicht einmal zwei Minuten war es Kevin Paulowitsch, der Bad Soden nach einem genialen langen Ball von Adrian Saletnik in Führung brachte. „Darauf haben wir uns ein bisschen ausgeruht“, bemängelte Römmich im weiteren Verlauf die fehlende Konsequenz im letzten Drittel. Mit zunehmender Zeit kam Großenlüder besser ins Spiel, hatte jedoch nach einer knappen halben Stunde durch Fabian Lehmann nur eine wirklich zwingende Möglichkeit. „Trotzdem haben es die Jungs sehr gut gemacht und sich gewehrt“, lobte Adrian Giemza.

Soden kam anschließend besser aus der Pause, besonders aber mit der Einwechslung von Samet Degermenci nach etwa einer Stunde wurde der Druck für die Gäste zu groß. „Mit ihm haben wir nochmal Qualität reinbekommen und das Ergebnis verdient in die Höhe geschraubt“, sagte Römmich. Zunächst war Lukas Ehlert nach einer tollen Kombination über Daniele Fiorentino und Samet Degermenci zur Stelle, anschließend durften sich auch noch Fiorentino und Jaron Krapf in die Torschützenliste eintragen.

Bad Soden: Ersöz – Krapf, Saletnik (77. Bräuer), T. Paulowitsch, K. Paulowitsch – Neiter, Moaremoglu – Ehlert (74. Lairich), Pospischil, Kreß (57. Degermenci) – Fiorentino.

Großenlüder: Eidmann – Martinez, Schneider, Schlitzer, Medler – Strehl, Hasenauer (85. Michel) – Haus, Schönherr, Wese (10. Niedling) – Lehmann.

Schiedsrichter: Steffen Gasche (Langenselbold)

Tore: 1:0 Kevin Paulowitsch (2.), 2:0 Lukas Ehlert (71.), 3:0 Daniele Fiorentio (75.), 4:0 Jaron Krapf (77.)

Zuschauer: 100.

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