(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 22.Januar 2021)

Bad Soden (pf) – Der Teamgedanke wird bei der SG Bad Soden großgeschrieben: Der Fußball-Verbandsligist will auf einen Re-Start bestmöglich vorbereitet sein, trainiert und trifft sich dazu regelmäßig virtuell – und die Spieler liefen zuletzt, was das Zeug hält. Schließlich ging es dabei um eine gute Sache.

 „Ich versuche, den Jungs viel Freiraum zu geben. Über die Feiertage und Neujahr habe ich sie komplett in Ruhe gelassen“, sagt Sodens Coach Anton Römmich. Das heißt aber nicht, dass die SG untätig ist – im Gegenteil: Vor Weihnachten stand ein wöchentliches Zoom-Meeting an, regelmäßig wurde ein Workout eingebaut, an anderen Abenden wiederum wurde sich einfach unterhalten, um in Kontakt zu bleiben. Auch die Vereinsführung war immer mit dabei und signalisierte wie der Trainer: „Es ist wichtig, sich fitzuhalten. Diese Impulse versuchen wir zu geben“.

Der Vorstand hatte zudem eine Challenge ins Leben gerufen: Das komplette Team samt Trainer und Betreuer musste bis Silvester 1500 Kilometer knacken, damit ein Betrag an eine soziale Einrichtung gespendet wird – von Vereinsseite aus, ansonsten müsse die Mannschaft zahlen. „Die Mannschaft hat das aber phänomenal gemacht. Christoph Neiter ging als Kapitän voran und ist am letzten Tag nochmal 28 Kilometer gelaufen, weil wir noch was gebraucht haben“, zeigt sich Römmich begeistert, der selbst natürlich ebenfalls mitlief. „Jede Mannschaft hat auch Jungs, die nicht so gerne laufen. Aber auch die haben ihre Kilometer gemacht und wir haben das Ziel gemeinsam erreicht“. Zur Abendstunde am 31. Dezember standen dann rund 1650 Kilometer auf der Uhr. In den kommenden Tagen wird nun die Spendensumme überreicht. „An ein soziales Projekt aus dem Raum Gelnhausen, das uns sehr interessiert. Das wird bestimmt im vierstelligen Bereich liegen, auch die zweite Mannschaft hat sich angeschlossen“, frohlockt Römmich, der natürlich wie seine Spieler bald wieder gerne auf dem Fußballplatz stehen würde und schmunzelt: „Ich weiß genau, dass ich die Jungs manchmal nerve mit meinen Ansagen. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn einer was macht oder ein bisschen Leben in die WhatsApp-Gruppe kommt“.

Menü