(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 16.Mai 2019)

Bad Soden/Petersberg (pf) – Ihr Saisonziel haben die Gruppenliga-Fußballer der SG Bad Soden mit dem Titel längst erreicht, auch der RSV Petersberg durfte am vergangenen Wochenende jubeln und tütete den Klassenerhalt ein. Am Samstag (18.30 Uhr) treffen beide Teams nun am vorletzten Spieltag im Waidesgrund aufeinander – wo sowohl die Gastgeber als auch der Meister nur ungerne Punkte liegenlassen möchten.

Auf dem Papier geht es für beide um die vielzitierte goldene Ananas, „aber ich denke, dass beide Mannschaften ihre steigende Formkurve behalten wollen. Deshalb erwarte ich starke Petersberger, die sich daheim ordentlich verabschieden wollen“, blickt Sodens Trainer Anton Römmich voraus und meint: „Wenn alle an Bord sind, haben sie ein sehr gutes Team. Da gilt es, unser Spiel aufzurücken. Wir fahren dahin, um zu gewinnen“. Gerne würden die Gäste nämlich ungeschlagen bleiben, noch viel lieber aber ausschließlich mit Siegen die Restrunde im Jahr 2019 beenden. Mit dem jüngsten Erfolg gegen Künzell haben die Sodener schonmal die 70-Punkte-Marke von Vorjahres-Meister Eichenzell geknackt.

Dennoch: „Petersberg hatte in der Vorrunde riesen Verletzungspech, da werden 70 Prozent nicht reichen“, weiß Römmich, der bis Jahresende auf Torjäger Lukas Ehlert (Achillessehnenriss) verzichten und am Samstag möglicherweise auch Kevin Paulowitsch ersetzen muss, der vergangene Woche umgeknickt war. Dafür wird Samet Degermenci wieder zum Kader stoßen, zudem will der Coach Akteure aus der Reserve mit ins Boot holen, „um sie für ihre Leistungen in der zweiten Mannschaft zu belohnen“.

Der RSV Petersberg kann nach dem geschafften Klassenerhalt nun ebenfalls entspannt in die letzten beiden Saisonspiele gehen, will aber dennoch nichts abschenken – besonders beim letzten Heimauftritt gegen den Meister. „Wir wollen weiterhin nicht verlieren“, stellt Trainer Jürgen Krawczyk klar, dessen Team seit sieben Monaten lediglich ein Spiel (1:2 gegen Oberzell/Züntersbach) verloren hat. „Ich habe in dieser Zeit keine bessere Elf als uns selbst gesehen“, betont der Coach selbstbewusst, weiß aber, „dass jetzt der Meister kommt. Sie haben noch kein Spiel verloren und über 100 Tore geschossen. Das ist eine Top-Leistung, wir sehen das als Herausforderung“. Nicht mit dabei sein wird Julian Elm (Urlaub), auch Adrian Bleuel (Knie) droht auszufallen. Unklar ist die Lage noch bei Mark Lindinger (Grippe). Das Hinspiel in Bad Soden endete 7:0 für den Spitzenreiter. „Aber da waren sieben andere Feldspieler auf dem Platz. Wir haben damals 20 Minuten bis zum ersten Tor ganz gut gespielt und sind dann eingebrochen“, erinnert sich Krawczyk, der vor über 20 Jahren selbst bei den Sprudelkickern als Trainer tätig war.

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