(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 11.April 2019)

Ebersburg/Bad Soden (fs) – Gruppenliga-Schlager in Thalau: Die SG Bad Soden gastiert als souveräner Spitzenreiter der Fußball-Gruppenliga am Samstag (16 Uhr) beim Tabellendritten FSV Thalau und will den vorentscheidenden Schritt in Richtung vorzeitiger Meisterschaft machen. Die Ebersburger wiederum wollen die Sprudelkicker wie schon im Hinspiel beim 0:0 ärgern, um die SG Ehrenberg im Kampf um Platz zwei weiter unter Druck zu setzen.

Schon am Sonntag könnte die SG Bad Soden die Meisterschaft eintüten, wenn das eigene Spiel am Samstag in Thalau gewonnen wird und Verfolger Ehrenberg dann gegen Petersberg verliert. Bei einem Unentschieden wäre der Titelgewinn theoretisch auch perfekt, schließlich ist der direkte Vergleich Unentschieden ausgegangen und die Sprudelkicker haben ein um 50 Tore besseres Torverhältnis. „Das ist uns zwar bewusst, aber eigentlich ist es egal: Wir wollen unser Spiel am Samstag auf jeden Fall gewinnen und vorlegen, aber alles andere haben wir nicht in der Hand. Wir hätten natürlich nix dagegen, wenn wir auf dem Sofa Meister werden“, betont Bad Sodens Trainer Anton Römmich, der sich sicher ist, dann auch im Fall der Fälle spontan eine Meisterschaftsfeier organisiert werden könne. „Wir würden auch alle von der Couch aufstehen und uns versammeln“, ist sich der 32-Jährige sicher, der den Titelgewinn so früh wie möglich unter Dach und Fach haben will. Im Hintergrund sind die Planungen derweil voll und ganz auf Verbandsliga ausgerichtet, dem Vernehmen nach haben die Sprudelkicker die Fühler nach Ex-Drittliga-Profi Marcel Mosch (aktuell SG Barockstadt) ausgestreckt. Dazu will sich Römmich aber nicht weiter äußern, sagt nur: „Das wäre eine interessante Personalie.“

Ohnehin aber liegt der Fokus erst einmal nur auf dem Topspiel in Thalau, wo der sechste Sieg im sechsten Spiel des Jahres her soll. „Aber das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Oberzell/Züntersbach. Thalau hat eine sehr gute Mannschaft und das schon im Hinspiel bewiesen, jetzt haben sie offensiv mit den damals gesperrten Florian Storch und Arpad Palfi nochmal mehr Qualität. Für uns ist das das vielleicht wichtigste Spiel der Saison. Da können wir zeigen, dass wir zurecht ganz oben stehen“, gibt Römmich die Marschroute vor und kann personell wieder auf Christian Gietl und Richard Lairich zurückgreifen.

Für den FSV Thalau wiederum wird es das erste Heimspiel des Jahres sein, das auch wirklich in Thalau ausgetragen wird, nachdem vor zwei Wochen gegen Schlüchtern/Elm wegen Rasenarbeiten nach Lütter ausgewichen werden musste. Auf welchem Platz tatsächlich gespielt wird, ist noch unklar, aber Römmich betont: „Der Platz darf keine Rolle spielen. Wir müssen so oder so kämpfen.“ Und genau diesen Kampf verspricht Thalaus Trainer Jörg Meinhardt, der sich am Samstag in Bad Soden eifrig Notizen machte: „Wenn wir Ehrenberg weiter unter Druck setzen wollen, müssen wir versuchen, Zählbares mitzunehmen. Dafür müssen wir auch versuchen, unsere Chancen zu bekommen. Wir können und wollen zuhause nicht nur hinten drin stehen.“ Mit Sebastian Kress fehlt allerdings der erfahrenste Akteur weiterhin, doch auch so will der FSV den Favoriten wie schon im Hinspiel ärgern: „Wir dürfen Bad Soden nicht ins Rollen kommen lassen, sondern müssen die Räume eng machen und sie beschäftigen. Wir wollen uns nicht verstecken, aber dafür müssen wir 120 Prozent abrufen.“

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