(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 23.Februar 2021)

Bad Soden (pf) – Die SG Bad Soden und Anton Römmich – das passt. Nur logisch und wenig überraschend kam die Nachricht daher, dass der Fußball-Verbandsligist und sein Trainer auch gemeinsam in die nächste Saison gehen. Der Coach empfindet weiterhin große Dankbarkeit für das seit Jahren bestehende Vertrauen – und hat den ganz großen Wurf in der aktuellen Saison auch noch nicht abgeschrieben.

„Das war ganz einfach, ein kurzes Telefonat. Wir haben das in einem Gespräch unter Dach und Fach gebracht“, berichtet Anton Römmich. Der 34-Jährige bekam im Oktober 2017 das Vertrauen als Interimscoach geschenkt und wurde später zur Dauerlösung. Vorstand Martin Berg habe zu dieser Zeit gesagt, „dass ich gerne die nächsten zehn, 15 Jahre bleiben könnte. Damals haben wir noch drüber gescherzt“, erzählt Römmich, der ganz viel Rückendeckung vom Club empfindet: „Es stand gar nicht zur Debatte, dass der Verein was anderes machen will. Wir versuchen uns gemeinsam weiterzuentwickeln und die Ziele zu unterstreichen“.

Mittlerweile dürfte er sich daran gewöhnt haben, von Jahr zu Jahr das Vertrauen zu bekommen, dennoch ist der Coach sehr dankbar: „Ich darf bei meinem Heimatverein eine Verbandsliga-Mannschaft trainieren, die kreative, ehrgeizige und hungrige Spieler hat. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man auch mal einen Ex-Profi trainieren darf“.

Im Moment allerdings trainiert auch Römmich niemanden – und solange der Ball noch nicht wieder rollt, hängt auch die SG Bad Soden in der Luft. Natürlich wünscht man sich an der Bornwiese aber, dass nochmal weitegespielt wird, denn die Sprudelkicker sind rechnerisch Verbandsliga-Tabellenführer, sollten die Nachholspiele gewonnen werden. „Wir sind sehr optimistisch, dass es nochmal weitergehen wird. Wir haben noch acht Spiele in der Vorrunde und die Möglichkeit, mit einer kurzen Saison Geschichte mit der SG Bad Soden zu schreiben“, weiß Römmich.

Allerdings plane die SG nicht zweigleisig, es gehe nur darum, „erfolgreich Fußball zu spielen. Sollte es dieses Jahr nicht klappen, greifen wir nächstes Jahr oben an“. Die Gespräche mit den Spielern sind gestartet und werden von Sportdirektor Wladimir Römmich akribisch geführt, mit Max Tautorat steht schon der erste Neuzugang fest. „Er ist ein Glücksgriff und hat eine sehr gute Ausbildung in Alzenau genossen. Er ist letzten Sommer nach Bad Soden gezogen und passt menschlich wie auch sportlich. Er ist im besten Fußballalter“, betont Römmich.

Dagegen schmerzen die Abgänge der Paulowitsch-Brüder Kevin (Mernes) und Tim (Marjoß). „Ich finde es sehr schade, dass sie uns verlassen“, verheimlicht Anton Römmich nicht, mit den Entscheidungen der Brüder gegen die SG Bad Soden nicht glücklich gewesen zu sein: „Das sind gute, talentierte Spieler, und es tut mir ein bisschen weh, dass die Jungs in die B-Liga gehen. Klar, Kevin wird Papa, aber er wohnt direkt neben dem Sodener Sportplatz, kürzertreten als hier kann man nicht. Aber ich schätze die beiden sportlich wie menschlich“.

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