(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 11.Oktober 2020)

Bad Soden (fs) – Die SG Bad Soden hat in der Fußball-Verbandsliga einen Big Point verpasst und das Spitzenspiel gegen den CSC 03 Kassel mit 2:3 (1:0) verloren. Ohne die Ex-Profis Kevin Pezzoni und Daniele Fiorentino sowie ohne Lukas Ehlert verspielten die Sprudelkicker eine 2:0-Führung gegen den neuen Tabellenzweiten – der Sieg der Nordhessen war aber dennoch verdient.

„Wir haben uns leider noch die Butter vom Brot nehmen lassen, aber man muss es so sagen: Kassel hat in der zweiten Halbzeit ein klasse Spiel gemacht, ist sehr dominant aufgetreten und hat dann vielleicht auch verdient gewonnen“, muss selbst Bad Sodens Trainer Anton Römmich zugeben und CSC-Coach Lothar Alexi betont: „Wenn man das Siegtor kurz vor Schluss macht, liest sich das vielleicht glücklich, aber das war überfällig und der Sieg hochverdient.“

Dabei sahen die Sprudelkicker nach einer guten Stunde wie der sichere Sieger aus: Kevin Paulowitsch traf nach einer Hereingabe von Betim Mezini nach einem Konter im Fallen zum 2:0 für die Kurstädter (63.) – fast im direkten Gegenzug konnte Joker Luca Del Colle mit einer feinen Einzelaktion aber endlich die erste CSC-Chance nutzen, nachdem die Nordhessen schon zahlreiche gute Chancen hatten liegen lassen (64.). Mezini hätte zwischenzeitlich zwar auf 3:1 stellen können, der konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren – danach schwammen die Sprudelkicker ganz gehörig: Hochverdient war dann der Ausgleich durch Enis Salkovic, der zehn Meter vor dem Kasten locker einschieben konnte (70.). Del Colle traf kurz danach nur den Pfosten – für die Entscheidung sorgte dann David Simoneit, der kurz vor Schluss eine Ecke zum 2:3 einköpfte (89.). „Aber ich sage es nochmal: Das war überfällig. Wir haben insgesamt dreimal Aluminium getroffen, Bad Sodens Torwart hat dazu noch einige Male gut gehalten“, erklärt Alexi zufrieden. Römmich wiederum hadert: „Wir waren in der Defensive einfach nicht zwingend genug, nicht eng genug am Mann und haben Kassel einfach viel zu viele Chancen ermöglicht, weil wir zu viele Fehler im Spielaufbau machen. Und beim 2:3 kommt ein Chipball auf den ersten Pfosten, das müssen wir einfach besser verteidigen.“

Zur Sodener Ehrenrettung sei allerdings gesagt: Mit Innenverteidiger Kevin Pezzoni und Torjäger Daniele Fiorentino fehlten zwei Ex-Profis verletzt, kurz vor dem Spiel musste auch Edeltechniker Lukas Ehlert mit Fußproblemen passen. „Im Vergleich zum Johannesberg-Spiel haben wir auf sieben, acht Positionen umgebaut“, bedauert Römmich, dessen Team eigentlich gut ins Spiel gekommen war, weil die Nordhessen auf dem Kunstrasen an der Bornwiese zu passiv agierten. Fast aus dem Nichts traf dann Sodens Spielmacher Christian Pospischil, nachdem er einen Kasseler abgeschüttelt hatte, überlegt aus 22 Metern halbrechter Position flach links unten ins Eck zum 1:0 (35.). Die Pausenführung war dann nicht unverdient, findet Römmich: „Wir waren sehr engagiert, das war eine überzeugte Leistung.“ Auch wenn Tim Bode schon vor dem 1:0 nur die Unterkante der Latte getroffen hatte (28.).

Bad Soden: Ersöz; T. Paulowitsch, Rintelmann, Neiter, Demuth – Mezini, Huhn – K. Paulowitsch, Pospischil, Adem (46. Memeti) – Stoilas (85. Sulejmanovic).

CSC Kassel: Rudolph; Bode, Iksal, Wolf, Keßebohm – Simoneit, Susilovic, Reuter – Lecke, Salkovic (90. Käthner), Beyer (59. Del Colle).

Schiedsrichter: Christoffer Reimund (Zwingenberg)

Tore: 1:0 Christian Pospischil (35.), 2:0 Kevin Paulowitsch (63.), 2:1 Luca Del Colle (64.), 2:2 Enis Salkovic (70.), 2:3 David Simoneit (89.)

Zuschauer: 120.

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