(Bericht aus dem Hessen-Fußball 06/2021)

Die Verantwortlichen der SG Bad Soden gehen optimistisch in die kommende Saison (von links): Wladimir Römmich, Martin Berg, Sead Mehic und Anton Römmich

Über die allerdings relativ alternativlose Entscheidung des HFV, die letzte Spielrunde aus bekannten Gründen abzubrechen und zu annullieren, war man bei der SG Bad Soden als andere als glücklich. Dies um so verständlicher, da die Erste Seniorenmannschaft in der Verbandsliga Nord auf einem sehr guten Weg war, den angestrebten Aufstieg in die LOTTO Hessenliga auch tatsächlich zu realisieren. Zwar belegte der seit mittlerweile vielen Jahren höchstklassigste Verein des Fußballkreises Schlüchtern zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs (Ende Oktober) aufgrund bis dahin nur neun ausgetragenen Spielen lediglich den dritten Tabellenplatz, hätte aber unter Anwendung der Qutientenregelung ganz vorne gelegen.

Beim Verein aus der Kurstadt zeigen sich die Verantwortlichen mit dem Ersten Vorsitzenden Martin Berg, seinem Stellvertreter Wladimir Römmich sowie die übrigen Vorstandsmitglieder um den engagierten Schriftführer Andreas Gretsch sowie das Trainerteam mit Chefcoach Anton Römmich an der Spitze aber alles andere als resigniert und demotiviert, sondern haben als Ziel für die kommende Saison erneut den Aufstieg in die höchste hessische Spielklasse ausgegeben.

Das Gros der Mannschaft mit wichtigen Akteuren wie zum Beispiel Lukas Ehlert, Daniele Fiorentino, Christoph Neiter, Kevin Pezzoni, Jaron Krapf und Christian Pospischil bleibt zusammen, einige Abgänge werden durch vielversprechende neue Spieler kompensiert. Und die Weichen für eine erfolgreiche neue Saison hat man auch noch mit einer weiteren Personalie gestellt. So kehrt mit Sead Mehic ein alter Bekannter (ehemaliger Trainer der Sprudelkicker von 2014 bis 2017) zur SG Bad Soden zurück, der als Sportlicher Leiter fungieren wird. Der 46-jährige Ex-Profi mit beispielsweise 16 Einsätzen in der Saison 1997/98 für den damaligen Zweitligisten Eintracht Frankfurt übernimmt damit die Aufgaben von Wladimir Römmich, der diese Funktion bislang in Personalunion mit seinen Tätigkeiten als Zweiter Vorsitzender ausübte. Römmich wiederum wird sich nunmehr noch intensiver der Vereinsentwicklung und dem Aufbau neuer Strukturen widmen. Alles in allem ist man bei den Kurstädtern frohen Mutes und optimistisch, mit den getroffenen personellen und strukturellen Entscheidungen gute Chancen zu besitzen, um den Aufstieg in der nächsten Spielrunde zu realisieren – allerdings wird nach der Zielvorgabe verfahren, dass man zwar aufsteigen will, aber nicht unbedingt muss.

Volker Schulteis

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