(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 28.Mai 2019)

Bad Soden/Freiensteinau (pf) – In ihren Klassen haben die SG Bad Soden und die SG Freiensteinau den Titel eingefahren, nun geht es für beide Teams im Schlüchterner Kreispokalfinale um das Double: Am Mittwoch (18.30 Uhr) steht das Endspiel auf der Schlüchterner Auwiese an, die vergangene Woche noch unter Wasser stand. Der Champion der Fußball-Gruppenliga geht als Favorit ins Rennen, doch auch in Freiensteinau sollen die Feierlichkeiten andauern.

Erst am Samstag machte die SGF den Titel in der Kreisoberliga Süd perfekt – am Ende war das Team von Trainer Heiko Breitenberger punktgleich mit der SG Kressenbach/Ulmbach, deren Nachfolger nun gesucht wird: Im Finale des Kreispokals trifft Freiensteinau in Schlüchtern auf den großen Favoriten aus Bad Soden, nach der Party am Wochenende wird das Bier für einen Tag weggesperrt werden müssen, wie der Coach bereits ankündigt: „Wir machen am Dienstag Training“. Ermüdungserscheinungen könne es zwar geben, doch körperliche Blessuren habe aktuell keiner der Akteure der SGF – demnach kann Breitenberger die Bestbesetzung ins Rennen schicken. „Bad Soden geht als klarer Favorit ins Spiel, wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen und schauen, ob wir sie ärgern können“, erklärt der Meister-Trainer, der erstmals einen Verein in die Gruppenliga führte und dessen Elf aus dem Blauen Eck nichts zu verlieren hat: „Wir brauchen einen richtig guten und Soden einen schlechten Tag. Aber wir werden uns nicht kampflos ergeben“. Zuletzt stand Freiensteinau 2011 im Finale und verlor mit 0:1 gegen Oberzell. Danach wiederum begann die famose Serie der Sprudelkicker, die nur im Vorjahr von der SG Kressenbach/Ulmbach durchbrochen wurde.

In Bad Soden gibt es derweil eine klare Zielsetzung: „Wir werden auf jeden Fall eine Mannschaft ins Rennen schicken, die das Double holen soll“, stellt Trainer Anton Römmich klar. Für den Sieg soll ein gemischtes Team aus erster und zweiter Mannschaft sorgen, bevor es dann am Wochenende gemeinsam nach Düsseldorf zum Feiern geht. Allerdings fallen neben dem langzeitverletzten Torjäger Lukas Ehlert (Achillessehnenriss) auch noch Jaron Krapf, Matthias Neiter und Benedikt Kreß aus, auch der Coach selbst ist privat verhindert und wird von Bruder Wladimir Römmich, der Sportlicher Leiter ist, vertreten. Nach dem Aufstieg in die Gruppenliga freut sich Anton Römmich aber auch für den Gegner und Trainerkollege Breitenberger: „Ich kenne ihn schon länger, sie haben sich das absolut verdient. Der Verein hat über die Jahre eine gute Mannschaft aufgestellt und sich mit dem Titel einfach für eine überragende Saison belohnt“.

Vor zwei Jahren bekam die SG Huttengrund die Sodener Qualität im Finale zu spüren: Die Sprudelkicker siegten mit 9:1, scheiterten in der Vorsaison aber an Kressenbach/Ulmbach. „Der Titel muss wieder zurück nach Bad Soden“, fordert Römmich. Das Spiel selbst stand zumindest in Schlüchtern in der Vorwoche stark auf der Kippe, weil die Auwiese nach dem Starkregen überflutet war. Doch Kreisfußballwart Dietmar Pfeiffer gab vor einigen Tagen Entwarnung – es kann auf dem neutralen Platz gespielt werden, weil die Schäden doch nicht so schlimm ausfielen wie befürchtet und viele helfende Hände das Sportgelände der SG Schlüchtern wieder auf Vordermann gebracht haben.

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