Gruppenliga – Spielabbruch nach Bub-Schock – 7:0-Wertung für Soden

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 07.Oktober 2018)

Eichenzell (fs) – Schockmoment und Spielabbruch in Rothemann: Das Schlusslicht der Fußball-Gruppenliga lag gegen die SG Bad Soden schon zur Pause aussichtslos mit 0:7 hinten, als Fabian Bub kurz nach Wiederanpfiff unglücklich auf die Schulter fiel und mit dem Krankenwagen abgeholt wurde. Daraufhin wurde das Spiel erst unter- und dann in Rücksprache mit Klassenleiter Erhard Zink (Herbstein) abgebrochen, die Begegnung soll mit 7:0 für die Sprudelkicker gewertet werden.

Es lief die 50. Spielminute, da ging Rothemanns lange verletzter Fabian Bub nach einem Foul an der Mittellinie zu Boden, fiel unglücklich auf die Schulter und blieb vor Schmerzen schreiend auf dem Boden liegen. „Das sah nicht gut aus, entweder ist es die Schulter oder das Schlüsselbein, aber da hat ein Knochen komplett herausgeschaut“, berichtet Rothemanns Spielertrainer Murat Anli geschockt. Der 27-jährige Bub musste schließlich ins Krankenhaus abtransportiert werden, das Spiel war für gute 15 Minuten unterbrochen. „Die Rothemanner Vereinsvertreter kamen dann auf uns zu und wollten das Spiel abbrechen. Wir haben dem unter der Voraussetzung, dass das 7:0 für uns gewertet wird, auch zugestimmt. Der Klassenleiter war live am Telefon dabei, wir mussten uns ja absichern, dass das Spiel dann nicht auf einmal wiederholt wird. Daraufhin wurde das Spiel abgebrochen“, erklärt Bad Sodens Trainer Anton Römmich, der neben den besten Genesungswünschen an Bub allerdings auch sagt: „Wir hätten gerne noch weitergespielt und noch mehr Selbstvertrauen gesammelt.“

Die ersten 45 Minuten waren nämlich eine mehr als eindeutige Angelegenheit: Die diesmal im 3-5-2-System mit den Stürmern Daniele Fiorentino und Benedikt Kreß angetretenen Sprudelkicker waren für den TSV einfach nicht zu greifen, immer einen Schritt schneller am Ball und nach vorne enorm effektiv: „Wir haben das hinten gut gemacht, Rothemann ist zwar früh angelaufen, aber wir haben das gut hinbekommen und haben dann alle Tore sehr gut herausgespielt, das haben wir sehr stark gemacht“, lobt Römmich. Daniele Fiorentino brachte den Spitzenreiter schon nach nicht mal 180 Sekunden in Führung. „Wir hatten heute einen Gegner, der uns in allen Belangen überlegen war, vor allem im spielerischen Bereich. Fiorentino ist überragend und hat in der Gruppenliga nichts verloren. Wenn du gegen so eine Mannschaft so früh hinten liegst, hast du keine Chance“, weiß Anli. Immer wieder kombinierten die Sprudelkicker stark, die Offensive legte sich die Tore immer wieder gegenseitig auf: Fiorentino und Lukas Ehlert schnürten jeweils einen Dreierpack und stehen jetzt schon bei 16 (Ehlert) beziehungsweise 15 (Fiorentino) Saisontoren.

Rothemann: Kleemann; Dahan (25.), Günther, Celikel, Bohl, Curic, Müglich, Stephan, Acar, F. Bub, Sauer.

Bad Soden: Ersöz; T. Paulowitsch (46. Gietl), Saletnik, K. Paulowitsch – Krapf, C. Neiter (46. Emre), Ehlert, Moaremoglu, Degermenci – Fiorentino, Kreß.

Schiedsrichter: Mario Czieslick (Bad Hersfeld)

Tore: 0:1 Daniele Fiorentino (3.), 0:2 Lukas Ehlert (14.), 0:3 Tuna Moaremoglu (15.), 0:4 Daniele Fiorentino (26.), 0:5 Lukas Ehlert (29.), 0:6 Daniele Fiorentino (42.), 0:7 Lukas Ehlert (45.)

Zuschauer: 80.

Besonderes Vorkommnis: Fabian Bub (Rothemann, 51.) verletzt sich an der Schulter, das Spiel war für 15 Minuten unterbrochen und wurde dann abgebrochen

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