Gruppenliga – Soden schwimmt und macht’s am Ende deutlich

Gruppenliga

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 02.September 2018)

Eichenzell (pf) – Das 6:1 (1:1) der SG Bad Soden bei der weiterhin sieglosen SG Kerzell liest sich am Ende deutlicher, als es war: Denn die Helvetia hielt zwischenzeitlich stark dagegen und hatte selbst Chancen zur Führung, bevor die Sprudelkicker in der Schlussphase dann das halbe Dutzend vollmachten. Damit rutschte Kerzell in der Fußball-Gruppenliga auf den letzten Platz ab, Soden führt die Tabelle weiter an.

Erst eine halbe Stunde vor dem Ende gelang Daniele Fiorentino nach einem Foul an Kevin Paulowitsch per Elfmeter das 2:1 für die Sodener, von da an war der Bann dann gebrochen: Benedikt Kreß, der von Beginn an ran durfte, legte wenige Minuten später das dritte Tor nach und erzielte später noch einen weiteren Treffer. Für den Schlusspunkt sorgte Christoph Neiter, der schönste Treffer gelang aber Paulowitsch per Fernschuss genau in den Winkel: „Das war sehr sehenswert. Jeder 20. geht dann bei ihm auch mal rein“, flachste Coach Anton Römmich, dessen Elf mit dem Kantersieg die Tabellenführung in der Gruppenliga verteidigen konnte.

Zwischenzeitlich konnte der Sodener Trainer aber alles andere als zufrieden sein: Denn in der Anfangsphase, in der auch der 1:0-Führungstreffer durch Lukas Ehlert fiel, dominierte sein Team noch das Geschehen und ließ Ball und Gegner gut laufen. Anschließend ging der Faden bei den Gästen aber verloren. „Auf einmal wollte jeder etwas Besonderes machen. Keiner hat mehr seine Position gehalten und wir hatten keine Bewegung ohne Ball“, kritisierte Römmich. Folgerichtig kam die Helvetia dann auch zum Ausgleich: Mikael Avanesian, der im Verlauf des Spiels mehrere gute Möglichkeiten hatte und in einer umstrittenen Situation vom Schiedsrichter wegen Abseits zurückgepfiffen wurde, verwertete eine Flanke von Benedikt Bleuel aus dem Rückraum. Auch nach der Pause hatte Kerzell Übergewicht, sodass Christian Gietl einmal in höchster Not gegen Avanesian retten musste.

„Speziell zwischen der 30. und der 55. Minute hat mir das richtig gut gefallen, was wir abgeliefert haben. Wir hatten in dieser Phase die gefährlicheren Offensivaktionen. Es ist ärgerlich, dass es dann noch so deutlich wird“, analysierte Kerzells Trainer Michael Jäger, der bereits vorausblickte: „Wir nehmen die positive Phase mit, müssen das aber mal über 90 Minuten auf den Platz kriegen.“ Auf der anderen Seite wies Römmich seine Jungs in der Halbzeitpause auf ihre Stärken hin – und zumindest nach der guten Kerzeller Anfangsphase des zweiten Durchgangs brachten sie diese dann auch auf den Platz. „Wir haben einfach gespielt, die Tore zur richtigen Zeit gemacht und schön herausgespielt, aber ohne groß zu glänzen“, sagte Römmich, der trotzdem noch „deutlich Luft nach oben“ sah.

Kerzell: Hasenauer – Witzel, Hilfenhaus, Wess, Depta, Bleuel (89. Kress) – Heil, Bensing, Günther – Avanesian, Jahn (80. Corumlu).

Bad Soden: Ersöz – T. Paulowitsch (60. Lairich), Gietl, Saletnik, K. Paulowitsch – Moaremoglu (85. Bräuer), Neiter – Kreß, Ehlert (70. Rohatsch), Degermenci – Fiorentino.

Tore: 0:1 Lukas Ehlert (16.), 1:1 Mikael Avanesian (43.), 1:2 Daniele Fiorentino (59., Foulelfmeter), 1:3 Benedikt Kreß (65.), 1:4 Kevin Paulowitsch (75.), 1:5 Benedikt Kreß (85.), 1:6 Christoph Neiter (88.)

Zuschauer: 80.

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