(Bericht von osthessen-sport.de vom 16.März 2019)

Bad Hersfeld (pf) – Mit einem 5:1 (1:1)-Sieg im Gepäck haben sich die Gruppenliga-Fußballer der SG Bad Soden auf die mehr als 80 Kilometer lange Heimreise aus Asbach gemacht: Bei der SG Festspielstadt geriet der Spitzenreiter sogar früh in Rückstand, drückte dann aber immer mehr und machte im zweiten Durchgang den letztlich verdienten Erfolg gegen die Hersfelder klar – auch dank des Rückenwindes.

„Die Windverhältnisse waren der Wahnsinn“, sagte Sodens Coach Anton Römmich, nachdem die äußeren Verhältnisse die Partie am Asbacher Kunstrasen stark beeinflusst hatten: „Die Mannschaft, die mit Wind gespielt hat, hatte einen klaren Vorteil“. Das kam im ersten Durchgang zunächst den Hersfeldern zugute, die nach einem Abschlag von Keeper Fabian Brunner, der noch verlängert wurde, durch ein spektakuläres Tor von Emmanuel Crawford in Führung gingen. „Er nimmt den Ball überragend und haut ihn oben rein“, staunte Römmich nicht schlecht, war sich aber sicher: „Wenn der Wind nicht da gewesen wäre, hätten wir nicht eine Chance zugelassen“.

Nach und nach fanden die Sodener aber immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich einige Chancen. „Ab der 20. Minute haben wir trotz Gegenwind ein super Spiel gemacht und das 1:1 gut herausgespielt“, sprach Römmich den Treffer von Lukas Ehlert an, der in der Mitte freistehend einschieben konnte. „Das 1:1 zur Halbzeit war leistungsgerecht“, meinte auch Hersfelds Co-Trainer Tobias Grimmer, der bis dato zufrieden war: „Soden war schon feldüberlegen, aber wir haben es sehr gut gemacht“. In einer strittigen Szene forderten die Gastgeber dann Rot, als Adrian Saletnik ein Foul beging, doch Römmich stellte klar: „Das war keine Notbremse, da können noch zwei Spieler dahinter eingreifen“.

Den Windvorteil (Römmich: „Da konnte quasi nichts mehr schiefgehen“) nutzten die Sprudelkicker dann im zweiten Durchgang eiskalt aus: Zunächst verhinderte das Aluminium die Führung, wenig später war Ehlert aber erneut zur Stelle und lenkte die Partie mit seinem Kopfballtor in die aus Gäste-Sicht richtige Richtung. Joker Benedikt Kreß, Daniele Fiorentino und Christoph Neiter nutzten dann noch einige der vielen Chancen und schraubten das Resultat so in die standesgemäße Höhe, weil die Hausherren zu viele Räume anboten. „Wir sind in der zweiten Halbzeit nicht mehr so in die Zweikämpfe gekommen und die Laufbereitschaft gegen den Ball hat etwas nachgelassen. Der Wind hat die Gegentore mit unterstützt und Soden hat mit der Klasse, die sie haben, bis zum Ende Druck gemacht“, analysierte Grimmer. Anton Römmich wiederum konnte nach einer starken Leistung seines Teams positiv gestimmt nach Hause fahren: „Ich freue mich jetzt auf die drei Heimspiele“.

Festspielstadt: Brunner – Augustin, Rakk, May, Kahya – Henninghausen, Pavic, Schlensog, P. Prokopenko (70. El Ouariachi) – Fischer, Crawford.

Bad Soden: Ersöz – Krapf, T. Paulowitsch (75. Bräuer), Saletnik, K. Paulowitsch – Neiter, Moaremoglu – Ehlert, Pospischil (65. Kreß), Degermenci (80. Lairich) – Fiorentino.

Schiedsrichter: Lukas Heineck (Marburg)

Tore: 1:0 Emmanuel Crawford (12.), 1:1 Lukas Ehlert (24.), 1:2 Lukas Ehlert (58.), 1:3 Benedikt Kreß (75.), 1:4 Daniele Fiorentino (77.), 1:5 Christoph Neiter (85.)

Zuschauer: 85.

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