Gruppenliga – SGOZ macht´s nur kurz spannend – Soden souverän

Gruppenliga

Traf dreimal – Lukas Ehlert

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 30.September 2018)

Sinntal (fs) – Auch das zweite Derby in der Fußball-Gruppenliga im Altkreis Schlüchtern war letztlich eine eindeutige Geschichte: Nach dem 11:1-Kantersieg gegen Schlüchtern/Elm feierte die SG Bad Soden nun auch beim Aufsteiger Oberzell/Züntersbach einen hochverdienten 6:3 (3:0)-Auswärtserfolg und holte den siebten Sieg in Serie. Dabei machten sich die Sprudelkicker nach dem Seitenwechsel allerdings selbst nochmal das Leben schwer.

 „Das war jetzt das dritte Auswärtsspiel in Folge, wir haben dabei das Maximum geholt und insgesamt den siebten Sieg in Folge geholt. Unter dem Gesichtspunkt war das super, wir sind rundum zufrieden“, erklärt Bad Sodens Trainer Anton Römmich – ohne allerdings in ganz große Euphorie zu verfallen: Zu unnötig war die Phase zwischen der 55. und der 82. Minute, als sich die Sprudelkicker selbst nochmal in die Bredouille brachten und die SGOZ durch einen verwandelten Foulelfmeter von Simon Ankert nach Foul von Tim Paulowitsch (55.) und das 2:3 von Johannes Statt (68.) das Derby wieder spannend machte. Daniele Fiorentino blieb nach Foul an sich vom Elfmeterpunkt zwar eiskalt und traf zum 4:2 für die SG Bad Soden (73.), nach erneutem Foul von Tim Paulowitsch traf Simon Ankert jedoch erneut zum Anschlusstreffer (79.). „Kein Vorwurf an Tim, er wurde da auch zweimal in Eins-gegen-Eins-Situationen alleingelassen“, nimmt Römmich seinen Innenverteidiger in Schutz.

Das 3:4 hielt jedoch nicht lange, Linksverteidiger Kevin Paulowitsch leitete die Vorentscheidung durch einen Sprint aus der eigenen Hälfte selbst ein, wurde von Lukas Ehlert klasse bedient und traf zum 5:3 für die Gäste (82.), kurz darauf hob Fiorentino das Leder über die Abwehr, Samet Degermenci ließ einen Abwehrspieler aussteigen und Ehlert traf ins leere Tor zum Endstand (87.).

Dabei hätten es die Sprudelkicker allerdings lange nicht so spannend machen müssen: Die Kurstädter hatten das Spiel im ersten Durchgang voll im Griff, ließen von den Gastgebern so gut wie gar nichts zu und führten hochverdient mit 3:0: Erst hatte sich Fiorentino über links gut durchgesetzt und Ehlert bedient (13.), dann lupfte Jaron Krapf den Ball über die Abwehr, Ehlert blieb vor dem Tor eiskalt (24.). Ganz clever – und kurios – war dann das 0:3: Fiorentino hatte einen Eckball geschlagen, SGOZ-Keeper Robin Dorn das Leder abgefangen und legte sich den Ball zurecht, Fiorentino schlich sich heran, nahm Dorn den Ball ab und schob locker ein (26.). Zur Pause stellte Römmich dann um, brachte mit Benedikt Kreß für Innenverteidiger Leon Bräuer eine weitere Offensivkraft und ließ nun in einem noch offensiveren 4-1-4-1-System agieren – das klappte jedoch nur bedingt, zu groß waren nun die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen, sodass Oberzell/Züntersbach nun immer wieder gefährlich vors Tor kam und so überhaupt nochmal herankam. „Da muss ich selbstkritisch sagen, dass die Systemumstellung für Unruhe gesorgt hat, zumal wir noch gegen eine tiefstehende Sonne spielen mussten. Nach einem langen Ball kriegen wir dann den Elfmeter gegen uns, sind leicht verunsichert und kriegen direkt das zweite Tor hinterher“, analysiert Römmich, der sich dennoch ein souveräneres Auftreten bei 3:0-Führung gewünscht hätte: „Wir haben zwar über 60 Minuten eine gute Leistung gezeigt, lassen den Gegner aber nochmal ins Spiel kommen. Aktuell gewinnen wir dann zwar solche Spiele, aber wir hatten eine halbe Stunde lang einen Durchhänger, das darf uns einfach nicht passieren.“

Oberzell/Züntersbach: Dorn; Zeier, V. Ankert, K. Föller, Statt, Müller, J.Ankert, Löffert, S. Ankert, Heil, Lingelbach

Bad Soden: M. Neiter; Lairich, Bräuer (46. Kreß), T. Paulowitsch, K. Paulowitsch – C. Neiter, Moaremoglu – Krapf (60. Emre), Ehlert, Degermenci – Fiorentino (85. Gietl).

Schiedsrichter: Christoph Hein (Großenbach)

Tore: 0:1 Lukas Ehlert (13.), 0:2 Lukas Ehlert (24.), 0:3 Daniele Fiorentino (26.), 1:3 Simon Ankert (55., Foulelfmeter), 2:3 Johannes Statt (68.), 2:4 Daniele Fiorentino (73., Foulelfmeter), 3:4 Simon Ankert (79., Foulelfmeter), 3:5 Kevin Paulowitsch (82.), 3:6 Lukas Ehlert (87.)

Zuschauer: 200.

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