Gruppenliga – Römmichs Umstellung geht auf – Serie hat Bestand

Gruppenliga

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 09.September 2018)

Bad Soden (fs) – Die SG Bad Soden ist in der Fußball-Gruppenliga weiterhin ungeschlagen, im vierten Heimspiel der noch jungen Saison gab es den vierten Heimsieg: Eine stark ersatzgeschwächte SG Festspielstadt/Spvgg. Hersfeld schlug das Team von Anton Römmich deutlich mit 4:1 (1:1) und führt die Tabelle weiterhin an. Schlüssel zum Sieg war letztlich Römmichs taktische Umstellung in der Pause.

Gegen eine ganz tief stehende SG Festspielstadt, bei der die komplette Viererkette sowie Dominik Oelschläger und Bogdan Cojocaru fehlte, Emmanuel Crawford und Philipp Prokopenko angeschlagen auf der Bank saßen, sodass Spielertrainer Roman Prokopenko erstmals in dieser Saison selbst auflief, taten sich die Sprudelkicker im ersten Durchgang ganz schwer: Die Gastgeber hatten zwar gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, fanden jedoch einfach kein Durchkommen und lagen auf einmal sogar hinten: Mit der ersten und einzigen Chance für die Festspielstadt brachte Niko Pepik die Gäste nach einem Ballverlust im Zentrum und mehreren Pressschlägen auf einmal in Führung, allein aufs Tor zulaufend blieb er vor dem Kasten eiskalt (29.). „Wir hatten sehr viel Ballbesitz, haben uns aber wenig herausgespielt“, bedauert auch Trainer Anton Römmich, der aber kurz darauf den Ausgleich bejubeln durfte: Daniele Fiorentino wurde gefoult und blieb vom Punkt aus eiskalt (34.). „Schade, wenn wir das 1:0 in die Halbzeit mitnehmen, wird Bad Soden vielleicht nervös. Wir haben dann aber mit dem Elfmeter Pech, für mich war das ein 50:50-Ding“, hadert Prokopenko mit der Entscheidung.

Zur Pause stellte Römmich dann um, brachte Jaron Krapf für Rechtsverteidiger Richard Lairich und ließ von da an defensiv mit einer Dreierkette spielen. „Dadurch hatten wir vorne mehr Anspielstationen, das hat super geklappt“, freut sich Römmich. Krapf hatte auch entscheidenden Anteil daran, dass Benedikt Kreß die Sprudelkicker auf die Siegerstraße brachte: Jeweils nach Zuspiel von Lukas Ehlert brachte Krapf die Flanke auf Kreß, der Huttener traf erst per Kopf (56.) und dann mit dem Fuß (63.). Von der Festspielstadt war danach jedoch kein Aufbäumen zu sehen, die Gastgeber brachten die Partie souverän zu Ende und erhöhten durch den eingewechselten Cem Emre, der von Kreß gut bedient wurde, noch auf 4:1 (87.).

„Das Wochenende war super, ich bin absolut zufrieden“, strahlt Römmich, der betont: „So ein Spiel muss man auch erst mal gewinnen.“ Sein Gegenüber wiederum richtet den Blick lieber nach vorne und hakt die Niederlage beim Tabellenführer ab: „Für unsere Mittel haben wir das heute ganz gut gemacht. Heute haben ganz viele junge Kerls gespielt, die haben das gut gemacht, Riesenkompliment an die Mannschaft. Bad Soden ist individuell und taktisch eben auch eine super Mannschaft.“

Bad Soden: Ersöz; Lairich (65. T. Paulowitsch), Gietl (46. Krapf), Saletnik, K. Paulowitsch – Moaremoglu, Neiter – Kreß, Ehlert, Degermenci (70. Emre) – Fiorentino.

Hersfeld: Brunner; Pavic, Emmerich, Pepik (67. Crawford), Muschner, El Ouariachi (90. Savolainen), Ebinger, Schlensog, Kahya, Müller-Siebert, R. Prokopenko (55. P. Prokopenko).

Schiedsrichter: Emil Schwarz (Bruchköbel)

Tore: 0:1 Niko Pepik (29.), 1:1 Daniele Fiorentino (34., Foulelfmeter), 2:1 Benedikt Kreß (56.), 3:1 Benedikt Kreß (63.), 4:1 Cem Emre (87.)

Zuschauer: 140.

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