(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 14.März 2019)

Bad Soden/Bad Hersfeld (fs) – Womöglich ist das Gastspiel der SG Bad Soden am Samstag (15.30 Uhr) bei der SG Festspielstadt/Spvgg Hersfeld das einzige Spiel in der gesamten Fußball-Gruppenliga, das dank des Asbacher Kunstrasens tatsächlich über die Bühne gehen kann. Sprudelkicker-Coach Anton Römmich hat nicht nur wegen des Hinspiels großen Respekt vor dem Aufsteiger.

 „Mir ist ganz wichtig, dass wir im Rhythmus bleiben. Ich bin froh, wenn wir spielen können“, erklärt Römmich, der sich auch damit anfreunden könnte, wenn auf Rasen gespielt würde: „Aktuell stehen die Chancen wohl 50:50, aber wir hätten auch kein Problem mit Rasen. Wir haben das auch auf dem Eichenzeller B-Platz gut gemacht.“ Stand jetzt wird wohl voraussichtlich auf Kunstrasen gespielt, der Sprudelkicker-Coach hat aber unabhängig vom Geläuf gehörigen Respekt vor dem Aufsteiger, der mit 21 Punkten nur gerade so über dem Strich steht: „Die Festspielstadt hat den ein oder anderen guten Spieler in ihren Reihen, der im Alleingang Spiele entscheiden kann“, warnt Römmich und hat dabei vor allem Spielertrainer Roman Prokopenko oder Neuzugang Nils Fischer im Kopf. Insgesamt gelte es jedoch, die Hersfelder nicht zu unterschätzen: „Wir sind extrem gewarnt: Im Hinspiel haben wir 30 Minuten lang auf ein Tor gespielt und dann auf einmal 0:1 hinten gelegen.“ Immerhin: Am Ende stand ein 4:1-Erfolg für den souveränen Spitzenreiter, der seinen Vorsprung auf Platz zwei auf elf Punkte ausbauen könnte.

Allerdings fordert Römmich nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen Kerzell noch eine Steigerung in allen Bereichen: „Uns muss bewusst sein, dass uns auch weiterhin keiner etwas schenken wird. Wir müssen von Anfang an konzentriert und hellwach sein, die Abwehr muss stabil stehen und vorne müssen wir gieriger werden. Wir müssen den Gegner kontrollieren und die Spiele noch früher entscheiden“, verdeutlicht der 32-Jährige, der eine klare Marschroute vorgibt: „Wir wollen auswärts gewinnen, da zählt nichts anderes.“ Personell kann Römmich zumindest schon mal aus dem Vollen schöpfen.

Bei der Festspielstadt fehlt hingegen Bojan Kostadinov definitiv, dazu sind Emmanuel Crawford und Niko Pepic angeschlagen – chancenlos sieht sich der Aufsteiger aber nicht: „Wir haben nur noch elf Spiele, da kann man sich nicht erlauben, dass man ein paar Wochen braucht, um in die Saison zu kommen. Wir müssen auch gegen einen starken Gegner versuchen, etwas mitzunehmen“, sagt Co-Trainer Tobias Grimmer, der ergänzt: „Wir haben nichts zu verlieren, das ist das einfachste und schwierigste Spiel in einem. Da erwartet keiner so wirklich etwas.“ Nicht ganz einverstanden sind Spielertrainer Prokopenko und Grimmer mit den Leistungen in den Testspielen, für das Heimspiel gegen die Sprudelkicker soll vor allem in der Defensive eine Schippe draufgelegt werden: „Wir wollen erst mal gut stehen, die Abstände klein halten. Dann muss Aggressivität in den Zweikämpfen und Laufbereitschaft gegen den Ball vorhanden sein. Nach vorne haben wir mit unseren schnellen Leuten immer Möglichkeiten“, erklärt Grimmer.

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