Gruppenliga – Ehlert rettet Bad Soden – 3:3 im Gipfeltreffen

Gruppenliga

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 04.November 2018)

Bad Soden (fs) – Die SG Ehrenberg hat die dicke Überraschung im Gipfeltreffen der Fußball-Gruppenliga knapp verpasst: Lukas Ehlert traf für den Tabellenführer SG Bad Soden kurz vor Schluss zum unterm Strich allerdings gerechten 3:3 (2:2)-Unentschieden. Damit halten die Sprudelkicker die Rhöner auf Distanz und haben weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf Platz zwei.

„Das Wichtigste war, dass wir nicht verloren haben und Ehrenberg auf Distanz halten konnten. Positiv war auch, dass wir zweimal zurückgekommen sind“, ist Bad Sodens Trainer Anton Römmich alles andere als unzufrieden mit dem Ergebnis. Die Sprudelkicker mussten für den Punkt allerdings auch ganz schön kämpfen: Nachdem Michael Geier die SG Ehrenberg mit einem ganz krummen direkt verwandelten Freistoß fast von der Torauslinie, den Sodens Tim Paulowitsch noch leicht abfälschte, mit 3:2 in Führung gebracht hatte (61.) spielte nur noch Bad Soden. Die Gastgeber hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, fanden in einer für die Zuschauer sehr unterhaltsamen, temporeichen Begegnung mit vielen Zweikämpfen jedoch viel zu selten mal ein Durchkommen – auch, weil die Bornwiese schon mal in besserem Zustand war und die SGE immer wieder extrem früh störte, um das Sodener Mittelfeld nicht ins Spielen kommen zu lassen.

So dauerte es bis zur 88. Minute, bis Lukas Ehlert den Tabellenführer erlöste: Nach einer punktgenauen Flanke von Daniele Fiorentino köpfte der Spielmacher zum umjubelten 3:3-Ausgleich ein. „Wir haben uns nicht so viele Chancen erarbeitet und haben generell nicht unser bestes Spiel gemacht“, muss Römmich zugeben, der dafür den Gegner lobt: „Ehrenberg hat uns gut Paroli geboten und vielleicht das beste Saisonspiel gemacht. Ich hätte sie nicht so stark erwartet.“ Das Kompliment nimmt Ehrenbergs Spielertrainer Robert Schorstein gerne an: „Der Plan war, früh draufzugehen, das war absolut die beste Saisonleistung. Wir haben auch fußballerisch überzeugt, in der ersten Hälfte habe ich uns sogar besser gesehen.“

Dabei war es für die Sprudelkicker ein Auftakt nach Maß gewesen: Nach einer Balleroberung von Samet Degermenci schnickte Kevin Paulowitsch den Ball direkt in die Schnittstelle, Fiorentino war frei durch und überlupfte aus gut 20 Metern Simon Voll im Ehrenberger Kasten (2.). Davon ließ sich die SGE jedoch nicht beirren, nahm die Zweikämpfe an und war voll im Spiel. Innerhalb von 120 Sekunden hatten die Gäste durch Marius Bublitz das Spiel dann sogar gedreht: Erst war Bublitz frei durch und blieb im Eins-gegen-Eins mit Keeper Abdul Samed Ersöz eiskalt (31.), dann wurde er von Niklas Diel klasse bedient und schob locker ein (33.). Bad Soden steckte seinerseits aber ebenfalls nicht auf und kam mit dem Halbzeitpfiff zum Ausgleich: Nach einem feinen Ball von Tuna Moaremoglu in die Schnittstelle war Fiorentino frei durch und umkurvte SGE-Torhüter Simon Voll (45.). In der zweiten Hälfte spielten beide Teams dann mit offenem Visier und gingen richtig Tempo, bis auf die beiden Tore waren Chancen jedoch Mangelware, wobei die Gäste mehrere gute Ansätze von Kontern nicht gut genug zu Ende spielte.

Trotz des späten Ausgleichs ist Schorstein am Ende zufrieden: „Wir haben hier ein richtig, richtig gutes Spiel abgeliefert. Das war kein ermauerter Punkt, sondern wir haben auch fußballerisch überzeugt. Mit ein bisschen Spielglück ziehen wir das Spiel hier sogar.“ Allerdings kann auch sein Gegenüber mit der Punkteteilung trefflich leben: „Das 3:3 geht völlig in Ordnung, das war das gerechte Ergebnis.“

Soden: Ersöz; Krapf, Saletnik, T. Paulowitsch (80. Bräuer), K. Paulowitsch – C. Neiter, Moaremoglu – Ehlert, Pospischil, Degermenci – Fiorentino.

Ehrenberg: Voll; Dinkel, Beck, Ma. Schäfer – Schorstein, Geier – Keidel (75. Bleuel), Bau, Diel – Bublitz, Brehl.

Schiedsrichter: Yannick Stöhr (Niedernhausen)

Tore: 1:0 Daniele Fiorentino (2.), 1:1 Marius Bublitz (31.), 1:2 Marius Bublitz (33.), 2:2 Daniele Fiorentino (45.), 2:3 Michael Geier (61.), 3:3 Lukas Ehlert (88.)

Zuschauer: 250.

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