Derbypleite besiegelt Sodens Abstieg trotz Schützenhilfe

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 26.Mai 2018)

Neuhof (pf) – Ist das bitter für die SG Bad Soden: Am letzten Spieltag der Fußball-Verbandsliga spielte die Konkurrenz eigentlich für die Sprudelkicker, die ihr Spiel beim SV Neuhof allerdings mit 1:3 (1:0) verloren und damit abgestiegen sind. Entsprechend groß war die Enttäuschung nach der Partie bei den Gästen.

 „Wer am Ende unten steht, hat es auch verdient. Neuhof hat eine große Qualität, aber wir haben sie lange im Griff gehabt. In den letzten 25 Minuten hatte ich das Gefühl, dass wir nicht mehr wollten oder kaputt waren“, war Sodens Trainer Anton Römmich nach der Partie geknickt, der selbst zum ersten Mal in seiner Karriere abgestiegen ist und zugeben musste: „Es fühlt sich scheiße an.“ Der SV Neuhof dagegen setzte mit dem Derbysieg seine beeindruckende Heimserie fort: Die letzte Heimpleite kassierte das Team von Co-Trainer Martin Döppenschmidt am 27. August gegen Sand.

Dabei standen die Zeichen für Bad Soden lange auf Klassenerhalt: Weil Rothwesten gegen CSC Kassel verlor und Dörnberg in Petersberg Unentschieden spielte, hätte den Sprudelkickern ein Sieg gegen Neuhof zum Klassenerhalt gereicht. Und das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Gäste: Einen tiefen Ball von Christoph Neiter nahm Lukas Ehlert an, der zwei Verteidiger stehenließ und zur Führung für Bad Soden traf (14.). „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Aber nach dem 0:1 haben wir uns größere Chancen herausgespielt, konnten die aber nicht nutzen“, haderte Döppenschmidt mit einigen vergebenen Möglichkeiten. „Aber Soden hat uns nicht überrannt und wir konnten ihre Offensivabteilung immer in Schach halten“, meinte Neuhofs Assistenztrainer.

Erst in der Schlussviertelstunde konnten die Hausherren dann ihre optische Überlegenheit in Zählbares ummünzen: Bartosz Stachelski glich mit einem strammen Schuss aus (76.). Kurz vor dem Ende drehte Aleksandar Anastasov dann die Partie, der nach einer schönen Einzelaktion des eingewechselten Marko Curic von Mateo Duvnjak bedient wurde. Soden musste in der Schlussphase Risiko gehen, fing sich in der Nachspielzeit dann aber noch das 1:3 durch Duvnjak nach einem Konter. „Wir sind nicht heute abgestiegen. Wir verteidigen zu schlecht und da reden wir schon seit Wochen drüber“, sagte ein enttäuschter Anton Römmich, der keinesfalls die fehlende Qualität im Kader als Ausrede gelten lassen wollte und im Hinblick auf die kommende Saison bereits ankündigte: „Wer jetzt das sinkende Schiff verlassen möchte, darf gehen. Der Rest hat ein großes Ziel, nämlich wieder hochzukommen.“

SV Neuhof: Hadzic – Antoniev, Manns, Dudala, Vranjes (65. Wozniak) – Costa Sabate, Sosa Perez, Anastasov, Stachelski – Görner (80. Curic), Gorgiev (46. Duvnjak).

Bad Soden: Soldevilla Barranco – Burgstaller (90. Gözcü), T. Paulowitsch, Bräuer, K. Paulowitsch (66. Scheller) – Di Maria, Neiter – Krapf, Ehlert, Jordan (46. Demuth) – Fiorentino.

Schiedsrichter: Alexander Pächthold (Treis/Lumda)

Tore: 0:1 Lukas Ehlert (14.), 1:1 Bartosz Stachelski (76.), 2:1 Aleksandar Anastasov (90.), 3:1 Mateo Duvnjak (90.+3)

Zuschauer: 150.

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