Bad Sodens Lehnerz-Fluch geht weiter – 0:2-Pleite

(Bericht von www.osthessen-zeitung.de vom 25.März 2018)

Bad Soden (fs) – Die SG Bad Soden kann in der Fußball-Verbandsliga gegen die zweite Mannschaft des TSV Lehnerz einfach nicht gewinnen: Die 0:2 (0:1)-Niederlage am Sonntagnachmittag war das sechste Spiel in Folge ohne Sieg gegen die Lehnerzer Hessenliga-Reserve, die Sprudelkicker fallen durch die Niederlage auf Rang elf zurück. Für die Lehnerzer wiederum war es der erste Sieg im neuen Jahr.

 „Das ist einfach schade und ärgerlich. Das war wieder eine ordentliche Leistung, aber wir lassen einfach zu viel liegen. Wir hatten gegen Sand unsere Möglichkeiten, gegen Hünfeld und heute auch wieder“, trauert Bad Sodens Trainer Anton Römmich den zahlreichen vergebenen Chancen hinterher. Schon in der starken Sodener Anfangsphase hielt TSV-Keeper Benedikt Kaiser gegen Marco Di Maria und Daniele Fiorentino ganz stark und sein Team im Spiel. Nach einer guten Viertelstunde wurden die Gäste, die von oben gut verstärkt wurden, dann stärker und hätten schon vor dem 0:1 selbst in Führung gehen können, spielten die Möglichkeiten auf dem Sodener Kunstrasen aber nicht konsequent genug zu Ende. Zehn Minuten vor der Pause gingen die Lehnerzer dann doch in Führung: Sturmspitze David Wollny gewann ein Kopfballduell, Christoph Sternstein bediente Wollny in den Lauf und der traf mit einem satten Pfund aus spitzem Winkel ins kurze Eck (35.).

Die Sprudelkicker kamen danach zwar gut aus der Kabine, blieben im letzten Spielfelddrittel aber zu ungefährlich, weil der letzte Ball zu häufig nicht ankam. Richtig gefährlich wurde es eigentlich nur, als Daniele Fiorentino frei vor Kaiser auftauchte, den Ball aber nicht richtig traf, sodass der Dropkick über den Kasten ging (67.). Dennoch blieb die Partie stets offen, weil die Lehnerzer beste Möglichkeiten liegen ließen und Soden-Keeper Arturo Gonzalez-Garcia gegen die frei vor ihm auftauchenden Jan-Henrik Wolf und Patrick Broschke im Eins-gegen-Eins zweimal bärenstark parierte. „Das Spiel hätte jederzeit kippen können. Wir müssen da einfach das 2:0 oder 3:0 machen, aber spielen das einfach nicht sauber zu Ende. Da haben wir das Spiel zu offen gelassen“, hadert TSV-Coach Sedat Gören, dessen Team erst ganz spät für die Entscheidung sorgte: Sternstein bediente mit seinem zweiten Assist des Tages nach einem Konter den mitgelaufenen Nikola Milenkovski, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste (88.). Kurz zuvor verpasste es der eingewechselte Lars Jordan auf der Gegenseite, den Ball nochmal querzulegen – das hätte durchaus das 1:1 sein können.

Ganz unzufrieden ist Römmich mit der gezeigten Leistung zwar nicht („das war trotzdem ordentlich, wir haben gut gestanden und nicht viel zugelassen. Außerdem hat Lehnerz heute mit fünf, sechs Spielern von oben gespielt“), bemängelt aber: „Wir glauben nicht an uns und spielen im letzten Drittel nicht mit genügend Überzeugung. Wir hatten viel zu viele Bälle in den Fünfmeterraum, die nicht ankommen, dann läufst du in ein paar Konter und steht am Ende wieder mit leeren Händen da. Wir werden jetzt akribisch am Abschluss arbeiten, damit jeder wieder Selbstvertrauen tankt.“ Lob gibt es für die Sprudelkicker auch vom Gegner, der den ersten Sieg im Jahr 2018 feierte und auf Platz acht kletterte: „Bad Soden hat gut gespielt, auch wenn wir nicht unverdient gewonnen haben. Ich wünsche mir, dass sie wie wir so schnell wie möglich den Klassenerhalt schaffen“,  meint Gören, den vor allem freut, mal zu null gespielt zu haben: „Das war wichtig für die Mannschaft, gerade gegen so einen Gegner mit einer so starken Offensive.“

Bad Soden: Gonzalez-Garcia; Demuth, Bräuer, T. Paulowitsch, Burgstaller – Di Maria, Neiter (71. Scheller) – K. Paulowitsch, Ehlert, Krapf (65. Jordan) – Fiorentino.

Lehnerz: Kaiser; Heil, Dücker, Balzer, Wittke – Pecks – Sternstein, Wolf, Friedrich, Broschke – Wollny.  Heil, Sternstein, Balzer, Broschke (86. Milenkovski), Wittke, Wollny, Wolf (75. Hohmann), Friedrich (67. Vilmar), Dücker.

Schiedsrichter: Patrick Haustein (Buseck)

Tore: 0:1 David Wollny (35.), 0:2 Nikola Milenkovski (88.)

Zuschauer: 120.

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