(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 11.Mai 2022)

Bad Soden (pf) – Es war am Ende ein Spiel um die berüchtigte goldene Ananas – mit dem erwarteten Ausgang: Die SG Bad Soden hat sich am Mittwochabend in der Fußball-Verbandsliga zuhause deutlich mit 8:0 (3:0) gegen Schlusslicht FSV Thalau durchgesetzt.

Beim FSV fehlten erneut viele Spieler, nur zwölf Mann standen auf dem Spielerbogen, einziger nomineller Auswechselspieler war Coach Thomas Hütsch, der den Spaß aber nicht verloren hatte und meinte: „Der Trainer hat mich in der Halbzeit sogar eingewechselt“. Hütsch kam für den angeschlagenen Nikolas Leinweber, später verletzte sich noch ein Thalauer, die das Spiel zu zehnt beenden mussten.

Zwar hatte Timo Müglich nach einer knappen Viertelstunde die erste Möglichkeit im Spiel, die Marco Aulbach entschärfen konnte, danach ging es aber nur noch in eine Richtung. Nach einer guten halben Stunde eröffnete Betim Mezini trocken den Torreigen, Hamed Noori legte nach, als er bei Jaroslav Kymlickas Hereingabe nur noch den Schlappen hinhalten musste. Dann kam Ilir Memeti ins Spiel und traf nicht einmal fünf Minuten nach seiner Einwechslung noch vor der Pause zum 3:0 per Kopf. Die Partie war gelaufen, der Torhunger bei den Sprudelkickern jedoch noch nicht gestillt. „Eine halbe Stunde haben wir uns gut verkauft, dann gingen die Köpfe runter“, fügte Hütsch an.

„Pflicht erfüllt“, konstatierte Sodens Trainer Anton Römmich, etwas anderes sei das nicht gewesen. Er zog den Hut vor den Gästen: „Thalau tut mir schon ein bisschen leid, es ist ein sympathischer Verein und sie zeigen Größe damit, dass sie hier herkommen, verlieren, aber es gemeinsam durchziehen. Es gibt zig Vereine, die wären nicht angetreten“, war sich Römmich sicher.

Für Bad Soden war es nach dem 8:2 gegen Johannesberg, dem 7:0 gegen Türkgücü Kassel und dem 9:3 bei jenen Kasselern das vierte deutliche Schützenfest der Saison, die Sprudelkicker steuern stramm auf die 100-Tore-Marke zu – näher an die Tabellenspitze und das ursprüngliche Ziel bringt das die Sprudelkicker aber auch nicht mehr. Der FSV hingegen hat nun über 100 Treffer auf der Gegentor-Seite stehen – nach 25 Spielen.

Bad Soden: Aulbach; Noori (65. Fiorentino), Demuth, Becker (41. Memeti), Mezini, Martinez Bizcocho, Ehlert, Neiter (73. Pospischil), Rintelmann, Okyere, Kymlicka.

FSV Thalau: Herber; Müller, Müglich, Fl. Storch, Weichlein, Zimmer, Bonsu, Leinweber (46. Hütsch), Löhmer, Schenkel, Marek.

Schiedsrichter: Michele Abbondanza (Kohlheck)

Tore: 1:0 Betim Mezini (28.), 2:0 Hamed Noori (36.), 3:0 Ilir Memeti (44.), 4:0 Fernando Martinez Bizcocho (46.), 5:0 Fernando Martinez Bizcocho (51.), 6:0 Daniele Fiorentino (74.), 7:0 Betim Mezini (83.), 8:0 Kevin Demuth (85., Foulelfmeter)

Zuschauer: 100.

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