Hamed Noori traf zum entscheidenden 1:0.

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 20.August 2022)

Bad Soden (gü) – Die SG Bad Soden brachte sich mit einer guten ersten Hälfte auf die Siegstraße und Keeper Marco Aulbach sorgte in Durchgang zwei dafür, dass die Punkte auch an der Bornwiese blieben. Gegner CSC Kassel drängte zwar auf dem Ausgleich, konnte den Ball an diesem Tag aber einfach nicht im Tor unterbringen, sodass die Gastgeber am Ende 1:0 (1:0) siegten und sich in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga an den Nordhessen vorbei schoben.

„Es war bis zum Ende spannend und wir haben uns mit Händen und Füßen gewehrt“, meinte Sodens Trainer Anton Römmich zum Sieg, den er als glücklich, aber auch verdient einordnete. Das Tor des Tages schoss Hamid Noori schon nach sieben Minuten. Nach einer Flanke von Marcel Trägler traf er aus kurzer Distanz. „Wir hatten das Spiel gut im Griff“, sagte Römmich. Schon zuvor hatte Anto Vinojcic einen Ball an die Latte gesetzt und im Anschluss hätten unter anderem Daniele Fiorentino, Lukas Ehlert und nochmal Noori erhöhen können, doch es blieb beim 1:0 zur Pause. Die Nordhessen fanden erst in den letzten 20 Minuten des ersten Durchgangs richtig ins Spiel.

In Durchgang zwei wendete sich das Blatt. Zwar hätten Niklas Zeller und Noori auch hier nochmal erhöhen können, doch das Spiel machten jetzt ganz klar die Gäste. Der CSC präsentierte sich spielstark und schnürte die Sodener, die nach einer Gelb-Roten Karte gegen Trägler knapp 40 Minuten in Unterzahl spielen mussten, in der eigenen Hälfte ein. An Torchancen mangelte es auch nicht, doch Aulbach hielt seinen Kasten sauber. Schon in der ersten Halbzeit hatte er einen Kopfball von Nico Schrader aus fünf Metern noch mit super Reflexen über die Latte gelenkt und auch im zweiten Durchgang legte er mehrere Glanzparaden hin. Dazu kam für die Gäste auch noch etwas Pech, beispielsweise als Pascal Itter im Nachschuss den Pfosten traf. „Wenn du deine vier, fünf Chancen nicht nutzt, verlierst du eben 0:1“, sagte CSC-Trainer Lothar Alexi. Vielleicht wäre es anders ausgegangen, wenn Schiedsrichter Florian Tesch eine Situation in der ersten Halbzeit anders bewertet hätte. Es gab Freistoß für Soden, ein Abwehrspieler passte dem Torwart den Ball zu, Itter lief rein und netzte ein, doch statt auf 1:1 entschied der Schiedsrichter auf Wiederholung des Freistoßes und Gelb für Itter – er hatte den Pass wohl als Zuspiel gewertet, damit der Torwart im Anschluss den Freistoß ausführen kann. „Das war unglücklich und irritierend“, fand Alexi.

Soden: Aulbach; Noori, Demuth, Zeller, Trägler, Ehlert, Fiorentino, Vinojcic, Gavric, Pezzoni, Kymlicka.

CSC Kassel: Rudolph; Susilovic, Reuter, Lecke, Käthner, Schrader, Itter, Simoneit, Bode, Heussner, Iksal

Schiedsrichter: Florian Tesch (Dieburg)

Tore: 1:0 Hamid Noori (7.)

Zuschauer: 140.

Gelb-Rote Karte: Marcel Trägler (Bad Soden, 53.)

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