(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 07.August 2019)

Ehrenberg (fs) – Riesenjubel bei der SG Ehrenberg, enttäuschte Gesichter bei der SG Bad Soden: Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit köpfte Mark Jaksch die SGE im Aufsteigerduell in der Fußball-Verbandsliga zum 2:1 (0:1)-Heimsieg und sorgte für die ersten Punkte für die Rhöner. Bei den Sprudelkickern war Keeper Abdul Samed Ersöz der Pechvogel.

Beide Seiten hatten sich schon auf ein Unentschieden eingestellt, da fuhren die Ehrenberger nochmal einen Angriff. Der starke Linksverteidiger Felix Beck, der schon das 1:1 durch Marius Bublitz vorbereitet hatte, brachte eine Ecke scharf nach innen. Ehrenbergs Sechser Mark Jaksch kam im Fünfmeterraum sträflich frei zum Kopfball, köpfte nach unten, wo Sodens Keeper Abdul Samed Ersöz der Ball unter den Armen durchrutschte – der Rest war dann eine einzige Jubeltraube der Gastgeber. „So schlecht wie wir die Ecke beziehungsweise den Kopfball verteidigen, war der Sieg für Ehrenberg verdient“, hadert Bad Sodens Trainer Anton Römmich mit dem Gegentreffer und der Niederlage – geht aber vor allem mit der Leistung seines Teams hart ins Gericht: „Das war nichts, wir waren von Minute eins bis 92 nicht auf dem Platz und haben überhaupt nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Der Sieg für Ehrenberg war verdient, die wollten den Sieg mehr.“

Ähnlich sieht das auch SGE-Spielertrainer Robert Schorstein: „Ich denke, der Sieg ist verdient. Wir haben richtig gut gestanden, die ganze Abwehrreihe hat unfassbar viele Zweikämpfe gewonnen. Bad Soden ist ja letztes Jahr durch die Liga marschiert, aber dass wir das Ding in der 90. Minute gewinnen, ist Wahnsinn. Ich freue mich mega für die Jungs.“

Die Ehrenberger, bei denen Schorstein mit Knieproblemen passen musste, während Julius Brehl und Sven Bambey erst einmal nur auf der Bank saßen, waren erst einmal auf Sicherheit bedacht und standen sehr kompakt – hätten aber schon durch Niklas Bleuel (10.) und Jakob Müglich (22.), der freistehend das leere Tor verfehlte, in Führung gehen können. Dann klingelte es auf einmal auf der Gegenseite: Jaron Krapf (4.) und Khaibar Amani (22.) scheiterten erst noch jeweils an SGE-Keeper Simon Voll, dann spielte Christian Pospischil den Ball jedoch durch die Gasse. Voll kam raus, Fiorentino legte das Leder jedoch am Keeper vorbei und schob locker ein (30.).

Gab es im ersten Durchgang Großchancen auf beiden Seiten, blieb es in Hälfte zwei vor beiden Toren weitestgehend ruhig. Dennoch kamen die Gastgeber nun besser auf und durch Leon Bau auch durch zwei Halbchancen (48., 53.). Kurz darauf legte Beck auf Bublitz auf, der das Leder sehenswert aus 16 Metern zum 1:1 in die Maschen schlenzte (60.). Zwar hatte die SGE bei einem Pfostentreffer von Kevin Paulowitsch (63.) nochmal Glück, zudem köpfte Posipischil über den Kasten (73.). Viel mehr Chancen hatten die Sprudelkicker jedoch nicht, weil die junge Abwehr um Marius und Moritz Schäfer, Florian Dinkel und Beck einen Riesenjob gegen Fiorentino, Pospischil und Amani ablieferten. „Wir haben das gerade defensiv wirklich super gemacht und endlich mal die Bude dichtbekommen. Dass Soden mit der Qualität trotzdem noch zu Chancen kommt, ist auch klar. Aber wie wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind, das war klasse“, strahlt Schorstein. Sein Gegenüber wiederum hadert nicht nur mit dem Gegentreffer in der Nachspielzeit, sondern vor allem mit dem Auftritt: „Das war einfach gar nix heute.“

Ehrenberg: Voll; Ma. Schäfer (61. Bambey), Dinkel, Mo. Schäfer, Beck – Bau, Jaksch, Geier – Müglich (42. Scheffler), Bublitz, Bleuel (70. Brehl)

Bad Soden: Ersöz; Demuth, Vlk, T. Paulowitsch (60. Saletnik), Kymlicka – C. Neiter, Pospischil – K. Paulowitsch, Krapf – Fiorentino, Amani (60. Moaremoglu)

Schiedsrichter: Joshua Herbert (Nüsttal)

Tore: 0:1 Daniele Fiorentino (30.), 1:1 Marius Bublitz (60.), 2:1 Mark Jaksch (90.+2)

Zuschauer: 250.

Menü