(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 13.April 2019)

Ebersburg (pf) – Die Meisterschaft ist für die SG Bad Soden ganz nah: Mit dem 5:1 (2:1)-Erfolg beim FSV Thalau haben die Sprudelkicker in der Fußball-Gruppenliga den vorentscheidenden Schritt gemacht und könnten womöglich schon am Sonntag auf der Couch den Titel feiern. Zudem gab es das angestrebte Jubiläum zu feiern.

Bei 104 erzielten Treffern stehen die Sodener nun in der laufenden Saison, Tor Nummer 100 war in Thalau Samet Degermenci vorbehalten, der schon nach knapp zehn Minuten den Sieg einleiten konnte. Gespielt wurde auf dem B-Platz in Thalau, wo sich die Fans schon vorher auf eine Partie auf spielerisch überschaubarem Niveau einstellen konnten. „Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder wir ergeben uns oder wir kämpfen und kommen dadurch in unsere spielerische Klasse“, sagte Sodens Coach Anton Römmich zu seinem Team – und war begeistert: „Die Jungs hinten haben alles weggeknallt und die vorne haben es sehr gut gemacht. Das war für diese Platzverhältnisse saustark“. Dabei konnten sich die Gäste darauf nicht wirklich einstellen und haben unter der Woche auf Kunstrasen trainiert, weil auch die Verletzungsgefahr auf dem heimischen Rasen aktuell zu hoch sei.

Nach Degermencis Führungstor half der Platz dann auch mehr oder weniger mit, denn Thalaus Keeper Markus Herber trat beim 0:2 (19.) nach einem Rückpass über den Ball und Daniele Fiorentino musste nur noch einschieben. „Er ist halt ein Fuchs“, lachte Römmich: „Er läuft nach und erzwingt diesen Ball“. Florian Storch sorgte mit dem Anschlusstreffer (34.) dann zwar nochmal kurz für Spannung bis zur Pause, in dieser Phase hätte der FSV sogar das 2:2 erzielen können – wenngleich das alles andere als verdient gewesen wäre. „Das eine oder andere war überhaupt nicht auf der Höhe“, haderte Thalaus Trainer Jörg Meinhardt, der die individuellen Fehler eigentlich verhindern wollte. „Aber das soll die Leistung von Soden nicht schmälern. Sie haben bei diesen Platzverhältnissen guten Fußball gespielt, das war unglaublich“.

Christoph Neiter sorgte dann nach einem Freistoß von Christian Pospischil für das 3:1 (57.) und die Vorentscheidung, danach spielte Bad Soden seine individuelle Klasse weiter aus und schraubte das Ergebnis – wie so oft – durch Jaron Krapf und Lukas Ehlert in die Höhe. Auch Jörg Meinhardt sah einen hochverdienten Sieg und in Bad Soden gar einen hochverdienten Meister: „Meiner Ansicht nach werden sie in der Verbandsliga auch eine gute Rolle spielen“. So weit war es am Samstagnachmittag aber noch nicht, offiziell würde der Titel erst feststehen, wenn Ehrenberg am Sonntag gegen Petersberg verliert. „Ich gehe davon aus, dass die meisten nicht am Sofa sein werden. Die Zweite spielt zuhause und natürlich werden wir den Ticker verfolgen“, sagte Römmich, der anfügte: „Sollte es auf Ostern oder danach verschoben werden, sind wir auch bereit. Das macht uns nichts aus“.

Thalau: Herber; Müglich, Stroch, Weichlein, Zimmer, Tekleyes, Palfi, Vardar, Bohl, Drüschler (65. Salkovic), Sorg.

Bad Soden: Ersöz – Krapf, Saletnik, T. Paulowitsch (66. Bräuer), K. Paulowitsch – Neiter, Moaremoglu (74. Kreß) – Ehlert, Pospischil, Degermenci (80. Lairich) – Fiorentino.

Schiedsrichter: Mario Czieslick (Bad Hersfeld)

Tore: 0:1 Samet Degermenci (8.), 0:2 Daniele Fiorentino (19.), 1:2 Florian Storch (34.), 1:3 Christoph Neiter (57.), 1:4 Jaron Krapf (72.), 1:5 Lukas Ehlert (90.)

Zuschauer: 200.

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